Schöpfungsüberlegungen Teil 1 Entwurf
Entwurfsnotiz im Originalzustand: Schöpfungsüberlegungen Teil 1_Entwurf
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- 2026-10-18
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- Schöpfungsüberlegungen - Teil 1
- 2026-10-17_19-02-30_bedeutung_von_sexualitaet_im_hinduismus
- 2026-10-18_09-13-01_morgenspaziergang_kosmologische_grundgleichung_1
- 2026-10-18_09-35-59_begriffe_unendlich_und_alles_recherche_von_sonnet
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- 2026-10-19_06-44-02_wie_oben_so_auch_unten_im_islam_recherche_von_sonnet
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- 2026-10-25_10-05-49_ablehnung_trinitaet_im_islam
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| Datum | Wochentag | Beginn | Ende | Zeitdauer | Zeitabzug | Hinweis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2026-10-18 | Sonntag | 09:30 | 10:25 | 00:55:00 | 00:15:00 | |
| 2026-10-18 | Sonntag | 13:00 | 14:30 | 01:30:00 | 00:07:00 | |
| 2026-10-19 | Montag | 05:28 | 07:50 | 02:22:00 | 00:10:00 | |
| 2026-10-19 | Montag | 10:05 | 13:00 | 02:55:00 | 00:15:00 | |
| 2026-10-25 | Sonntag | 09:30 | 10:50 | 01:20:00 | 00:10:00 | |
| 2026-10-26 | Montag | 10:42 | 10:52 | 00:10:00 | 00:00:00 | Abschluss Notiz |
Tagesreport
Hinweise
Hinweise zum YAML oder zur EDV-Methodik
Hinweise der KI zum Abschluss-Workflow einer Notiz
Abschlussprüfung 2026-10-26 10:47 · sonnet-5-5
- Bearbeitungsindexe: Tabelle vollständig, sechs befüllte Zeilen,
Zeitdauerentspricht überallEnde − Beginn. Tabelle unverändert.bearbeitungszeitneu berechnet: 00:40 + 01:23 + 02:12 + 02:40 + 01:10 + 00:10 = 08:15:00 (vorher leer). - Letzte Zeile:
Ende10:52 liegt nach der Uhrzeit des Abschlusslaufs (10:47); als Eintrag von Wolfgang übernommen. - Personen:
castaneda_carlos_personergänzt (Notiz in0020_personenvorhanden, Schreibweise mit Zusatz_personübernommen). - Stichworte: vorhandene Themen-Notizen aus
0010_begriffe_und_themenverwendet (genesis_thema,schoepfungsmythen_thema,philosophie_bewusstsein_thema,hologramm_thema,energie_physik_thema,voladores_thema,islam_thema,gnosis_thema); ohne eigene Notiz, in der Schreibweise der Schwesternotizen:trinitaet,goettlicher_funke,pluralis_majestatis,urbewusstsein,filtermechanismus,axiom. - Referenzen: alle acht per
Linkverlinkten Notizen aus# Verlinkungeneingetragen. Neu in# Verlinkungenergänzt:<a href='transparenz-2026-10-25-10-05-49-ablehnung-trinitaet-im-islam.html'>2026-10-25_10-05-49_ablehnung_trinitaet_im_islam</a>(Quelle der Fußnote zum Koran im veröffentlichten Artikel; bisher nur im Antworttext erwähnt). - Klassifikation:
ebene_1–ebene_5(Geisteswissenschaften → Philosophie → Metaphysik → Ontologie → Ganzes/Alles/Unendlichkeit) unverändert; passt zur Kernfrage der Notiz (Urbewusstsein, Alles/Unendlich, Schöpfung als Begrenzung) und stimmt mit der Schwesternotiz zu „Alles“/„Unendlich“ überein. - Projekt, Dokumententyp/Inhaltstyp/Verwendungszweck, Datenschutz/Bearbeitungsstand: plausibel, keine Änderung.
- Geist-Felder: nicht zutreffend (kein Geist-Bezug).
- Protokollformat:
# Promptentwicklung(Prompts) und# Sachverhaltsdarstellung(Antworten) getrennt, älteste Einträge oben, neue am Abschnittsende angehängt. - Duplikate: keine; der veröffentlichte Artikel Schöpfungsüberlegungen - Teil 1 ist die gewollte Endfassung dieses Entwurfs.
- Audio,
aufgabe/termin: kein Audio; keine Handlungsaufforderung im Text,aufgabebleibt leer. - Offen im Text (Entwurf, nicht geändert): Platzhalter X, Y, A, Z im Einleitungsabsatz und alle
==Verweis==-Markierungen in „# 3. Folgeoriginal“ und „# 4 Zweite Überarbeitung“.
Nächster Arbeitsschritt
Andere Hinweise
Aufgabe
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Schöpfungsüberlegungen - Teil 1
2026-10-17_19-02-30_bedeutung_von_sexualitaet_im_hinduismus
2026-10-18_09-13-01_morgenspaziergang_kosmologische_grundgleichung_1
2026-10-18_09-35-59_begriffe_unendlich_und_alles_recherche_von_sonnet
2026-10-18_13-25-32_differenzierung_gott_im_genesisprozess_recherche_claude_code
2026-10-19_06-44-02_wie_oben_so_auch_unten_im_islam_recherche_von_sonnet
2026-10-19_11-15-02_goettlicher_funke_in_buddhismus_hinduismus_und_islam
2026-10-25_10-05-49_ablehnung_trinitaet_im_islam
Videobeschreibung
Promptentwicklung
Datum: 2026-10-19 Zeit: 07:15 · sonnet-5-5
02; p2; x; Schöpfungsüberlegungen Teil 1_Entwurf; Überarbeiten Sie meinen Artikelentwurf für die Homepage. Berichtigen Sie bitte Ausdruck und Rechtschreibung . Fügen Sie sinnvolle Überschriften ein. Platzhalter lassen Sie vorerst noch als Platzhalter, bis diese sinnvoll am Ende befüllt werden können. Denn Text unterhalb der Überschrift # 1. Originalentwurf lassen Sie unangetastet. Ihre Verbesserungen schreiben Sie bitte direkt unterhalb der Überschrift # 2. Überarbeitung des 1. Originalentwurfs von Sonnet 5.5. Danke ; x;
Datum: 2026-10-19 Zeit: 12:35 · sonnet-5-5
02; p2; x; Schöpfungsüberlegungen Teil 1_Entwurf; Unterhalb der Überschrift # 3. Folgeoriginal habe ich noch einmal mein Original überarbeitet. 1. Bitte berichtigen Sie erneut Ausdruck und Rechtschreibung. 2. Achten Sie dabei darauf, dass die verschiedenen Textteile irgendwie flüssig ineinander übergehen. Es werden noch erkennbare "Inhaltsbrüche" vorhanden sein, weil ich den Text in Blockabschnitten verfasst und selektiv berichtigt habe. Es soll nun ein flüssiger Text von Anfang bis Ende entstehen. 3. Die Ebenen der Überschriften werden nicht stimmen. Verwenden Sie Überschriften ab Ebene 2 und gliedern Sie den Text so, dass er am Ende auf einer Homepage flüssig zu lesen ist. 4. Ihre Änderung fügen Sie bitte unterhalb der Überschrift # 4 Zweite Überarbeitung von Sonnet 5.5 ein. Danke.; x;
Datum: 2026-10-26 Zeit: 10:29 · sonnet-5-5
02; p2; x; Schöpfungsüberlegungen Teil 1_Entwurf; Sortieren Sie die Fußnoten in der Notiz Schöpfungsüberlegungen - Teil 1 anhand der natürlichen Chronologie. Danke; x;
Datum: 2026-10-26 Zeit: 10:32 · sonnet-5-5
02; p2; x; Schöpfungsüberlegungen Teil 1_Entwurf; Ja bitte Wikipedia-Link berichtigen. Danke; x;
Datum: 2026-10-26 Zeit: 10:45 · sonnet-5-5
02; p2; x; Schöpfungsüberlegungen Teil 1_Entwurf; Füllen Sie den YAML aus, sofern noch nicht geschehen. Insbesondere die Bearbeitungsindexe. Schließen Sie die Notiz mit Trigger 06 dann gleich mit ab. Danke.; x;
Datum: 2026-10-26 Zeit: 10:52 · sonnet-5-5
02; p2; x; Schöpfungsüberlegungen Teil 1_Entwurf; Addieren Sie alle Bearbeitungszeiten im YAML-Feld bearbeitungszeit von allen Notizen, die im YAML projekt_kennung mit hp_schoepfungsueberlegungen_01 gekennzeichnet sind. Den Wert will ich auf der Homepage mit veröffentlichen. Danke; x;
Übersicht der Kernaussagen oder Kernfragen der Notiz
Erwähnte Personen
Erwähnte Orte
Erwähnte Institutionen
Gestellte Fragen chronologisch sortiert
Eingebettete Bilder
Sachverhaltsdarstellung
1. Originalentwurf
Grundidee oder Grundannahmen
***Jeder Artikel auf meiner Homepage ist in sich selbst geschlossen und kann ohne Vorkenntnisse anderer Artikel gelesen werden. Auf vorangegangene oder nachfolgende Ergänzungen wird jedoch verwiesen. Dieser Artikel hier hat X Worte. Es hat ungefähr Y Stunden gedauert ihn zu verfassen. Sie als Leser werden voraussichtlich für diese X Seiten Y Minuten benötigen, ihn zu lesen. Der Artikel erklärt in einfacher Sprache die Begriffe "Ich" und "Selbst" in philosophischer Sicht und fordert den Leser auf, sich mit diesen Begriffen auseinanderzusetzen. Weiter zwei Begriffe sind "Alles" und "Unendlich." Auch wenn diese Begriffe langweilig und abstrakt erscheinen, soll kurz auf diese philosophisch eingegangen werden, weil viele Belange in unserem Alltag damit zusammenhängen. ***
Das anfängliche Bewusstsein und warum es einen Schöpfungsvorgang überhaupt initiieren sollte
Ich möchte mit Ihnen wichtige Begriffe aus der Philosophie debattieren, die für unsere Alltagsrealität und unser Wohlbefinden wichtig sind. Ich nehme mir dabei vor, keine Fachsprache zu verwenden.
(Weglassen?) Die Begriffe "Alles" und "Unendlich"
Ich schlage Ihnen vor, dass am Anfang von allem ein Bewusstsein war, dass alles ausgefüllt hat. In diesem Zustand können die Begriffe "Alles" und "Unendlich" gleichgesetzt werden. Die Philosophie hat sich mit diesen Begriffen intensiv befasst und kommt zu verschiedenen Auffassungen, inwieweit "Alles" und "Unendlich" identisch sind oder nicht. Leider hatte ich keine Zeit, diese interessante Frage zu vertiefen. Es sei deswegen nur gesagt, dass meine Sichtweise aber auch eine von mehreren Auffassungen der Philosophen ist. Die entsprechende Rechercheanfrage von Claude Code habe ich Ihnen als Quelle zugänglich gemacht. Wer will, kann sich da vertiefen (==Verweis)==. Er oder Sie soll aber gewarnt sein: In dieser Notiz wird nicht normal gesprochen, sondern in Philosophensprache.
Kommen wir wieder zum Anfang der Dinge zurück. Am Anfang war Gott, so die Bibel im Genesisbericht (==Verweis)==. Wir können diesen Satz so stehen lassen oder ihn allgemeiner halten: Am Anfang war ein Bewusstsein, dass alles ausfüllte. In diesem Sinne ist "Unendlich" also "Alles". Die Gleichheit beider Begriffe ist wichtig, um später in diesem Artikel einige logische Probleme in unserer Gesellschaft besser erklären zu können.
Wir halten also fest. Am Anfang war ein Bewusstsein, dass alles umfasste, alles war und deswegen auch alles wusste. Das was wir als Raum und Zeit verstehen, füllte zu 100% bereits dieses Bewusstsein aus.
*Versuchen Sie nun innezuhalten und sich das Leben als dieses Bewusstsein oder in diesem Bewusstsein vorzustellen?
Können wir uns eine derartige Existenz überhaupt vorstellen? Vielleicht: Stellen Sie sich vor, der Planet Erde besteht nur aus Wasser. Es ist eine einzige große Wasserkugel, die still steht. Es gibt keine Strömungen, keine Veränderungen. Einfach nichts. Stillstand. Stagnation. Man ist alles, füllt alles aus. Man weiß alles über sich, über seinen "Wasserplaneten", da man er selber ist. Das Wort Wasserplanet verleitet uns, diese Wasserkugel begrenzt zu betrachten. Behalten wir im Bewusstsein, dass diese Wasserkugel aber in Wahrheit der gesamte Kosmos ist. Also alles, ohne irgendeine Ausnahme. Dieses Bewusstsei nfüllt zu 100% alles aus. Bildlich gesprochen gibt kein Fleck irgendwo, der nicht vom Bewusstsein gefüllt ist.
Es gibt also auch keine Insel. Einfach nichts. Nur Bewusstsein pur, was in sich ruht. Weil es alles selbst ist.
Die nächste Frage ist: Gibt es dort eine mehrere "Ich" und "Du"? Gibt es innerhalb dieses einen Bewusstseins also personale Identifizierungen und dadurch auch Diverenzierungen? Die Religionen sind da unterschiedlicher Auffassung. Das konstantinische Christentum bejaht dies mit seiner Trinitätslehre und der Islam verneint das strikt (==Verweis Koran==).
Ich selbst favorisiere sie Version, dass dieses Bewusstsein allein ist. Es gibt keine personale oder identitäre Trennung von ihm.
Also: Dieses eine Urbewusstsein am Anfang füllt alles aus, ist alles selber und weiß auch alles über sich selbst. Denn außer das Selbst des Bewusstseins, dass alles ist und alles ausfüllt, gibt es nichts anderes.
Wie ist das Leben dort, was wir Menschen in verschiedenen Begriffen wie "Pleroma", "Jenseits", "Himmel" oder "Paradies" beschreiben? Wie ist es ganz allein zu sein?
Hier einige Gedankenhilfen:
- Wie ist es nur allein zu sein? Setzen Sie sich mal in einen wirklich schallisolierten Raum rein, wo kein Geräusch hineinkommt! Hörn Sie gar nichts und sprechen Sie gar nichts, da sie allein sind und außer Selbstgesprächen ihnen nichts übrig bleibt!
- Wie ist es, nie mit jemanden Poker spielen zu können, weil alle Beteiligten auf Computerbildschirmen live den Inhalt der Spielpartner immer angezeigt bekommen?
- Selbst wenn es in diesem Bewusstsein wie bei der konstantinischen Trinitätslehre eine Separierung in unterschiedliche Entitäten geben sollte: Spielt diese Separierung noch eine Rolle wenn man alles über den anderen weiß? Wie ist es, alles zu wissen? Keine Neugier zu haben?
- Wie ist es, nie jemanden ein Überraschungsgeschenk machen zu können, weil der andere immer sofort bescheid weiß? Und umgekehrt nie überrascht werden zu können?
- Wie sieht Gemeinschaft und Kommunikation in einer solchen Situation aus? Findet Kommunikation überhaupt statt, da man alles weiß, nichts unbekanntes gibt und alles überhaupt schon gesprochen worden ist?
Wie ist es Gott selbst im Himmel oder Paradies zu sein? In unseren menschlichen Worten gesprochen: Kann einem da nicht auch die Decke auf den Kopf fallen?
Im Streit zwischen Islam und konstantinischem Christentum favorisiere ich die Variante, dass es nur ein einziges Bewusstsein am Uranfang gibt. In Anbetracht der vorangegangenen Zeilen in diesem Artikel wird sich dieses Bewusstsein vermutlich gefragt haben, wie es ist, nicht alles auszufüllen und alles Selbst zu sein. Das allwissende Bewusstsein wird sich also gefragt haben:
Wie ist es eigentlich, etwas nicht zu wissen? Und nicht "Selbst" zu sein? Wie ist es, jemand anderes zu sein? Jemand, den es überhaupt gar nicht gibt, da man "Selbst" als "Selbst" alles ausfüllt und auch ist. Zumindest vor dem (ersten) Genesisprozess.
Dieses eine Urbewusstsein, dass "alles" ausfüllte und "alles" auch deswegen wusste, weil es "alles" umfasste, was überhaupt existierte, nämlich nur sich selbst, beschloss eines Tages, etwas neues zu schaffen. Etwas, was es dem Anschein nach nicht es "selbst" war.
In den vorangegangenen Zeilen habe ich versucht zu begründen, warum ein Gott bzw. allgemeiner Gesprochen, ein Bewusstsein überhaupt einen Schöpfungsprozess beginnen sollte. Dieser Schöpfungsprozess wird als Wunsch des Bewusstseins interpretiert, Erfahrungen zu sammeln, die es nicht hat. Das klingt erst einmal widersprüchlich. Wie sollte ein allwissendes Bewusstsein, ein Allwissender Gott etwas nicht wissen? Wie bereits gesagt. Das Bewusstsein wird nicht gewusst haben, wie es ist, begrenzt zu sein. Etwas nicht zu wissen. Das wird mutmaßliche Zweck des Schöpfungsprozesses gewesen sein.
Ist ein Schöpfungsvorgang ein Limitierungsvorgang oder ein Erweiterungsvorgang?
Nun kommen wir zu einer wichtigen Frage zum Schöpfungsvorgang, die nicht nur Abstrakt philosophisch ist: Wenn ein Bewusstsein bereits das, was wir als Raum und Zeit bezeichnen, ausfüllt, also 100% der Raumzeit, 100% von "Alles" ausfüllt und einen Schöpfungsvorgang startet: Was bedeutet es dann?
Kommt nun zu "Alles" was dazu? Geht das überhaupt? Selbst bei Gott? Ich denke nicht! Auch bei Gott ist 100% alles. Auch bei Gott gibt es kein
2 x "Alles"
oder ein
1x "Alles" + Irgend etwas anderes, was man im Schöpfungsakt geschaffen hat.
Also auch bei Allah im Islam oder Jesus Christus in der konstantinischen Kirche ist 100% nur 100%. Auch wenn ich aus philosophischen Grund diese Limitierung einführe, hoffe ich, das hier nicht die Beschränkung einer göttlichen Allmacht mir vorgeworfen wird.
Ob es bei Gott am anfang oder allgemeiner gesprochen beim Urbewusstsein ein 200% geben kann ist keine abstrakte Debatte. Es hat reale Konsequenzen in Philosophie, Theologie und am Ende in unserem Alltagsleben.
Wenn es bei Gott bzw. dem Bewusstsein aber kein
2x Alles
geben kann, bedeutet es umgekehrt, das ein Schöpfungsakt dann eine Begrenzung ist. Wenn das Bewusstsein zuvor Alles, also 100% ausfüllte, zieht es sich zurück und und nimmt nun beispielsweise nur noch 95% von Allem ein, wobei es die übrigen 5% seiner neuen Schöpfung überlässt.
In Vorbereitung auf diese Frage habe ich Claude Code gebeten, eine Recherche zu den Begriffen "Alles" und "Unendlich" zu machen. Wie sieht die Philosophie beide Begriffe? Sind diese verschieden oder sogar gleich? Die Antwort ist unten in der Fußnote vorhanden. Seien Sie aber gewarnt: Sie ist in Philosophensprache. Nur wer mit den Risiken und Nebenwirkungen derart unverständlicher Fachsprache umgehen kann, sollte es sich antun, diese Rechercheergebnisse anzuschauen! Vorweg kann ich Ihnen sagen: Wie beide Begriffe zu definieren sind ist völlig verschieden. Es gibt widersprüchliche Auffassungen. Allerdings ist eine vertretene Auffassung auch meine, dass bei Zuständen, die wir hier Debattieren, "Unendlich" und "Alles" gleichgesetzt werden kann. In diesem Sinne ist dann korrekt, dass bei Gott bzw. dem Bewusstsein es kein
2x Unendlich
gibt.
Somit vertritt auch Teile der Philosophie, dass ein Schöpfungsakt eigentlich ein Begrenzungsakt ist. Denn auch bei Gott ist es nicht möglich, aus 100% mehr zu machen. "Alles" ist eben auch bei Gott "Alles". Mehr ist nicht möglich. Auch bei einem Gott.
Bevor wir uns über diese Interpretation von mir ärgern, sei darauf hingeiesen: Den Schöpfungsvorgang als eine Limitierung des Bewusstseins zu verstehen, wird uns einige bedeutende spätere Fragen lösen, die ansonsten offen bleiben werden.
Was hat der Energieerhaltungssatz der Physik mit der Erschaffung von personalen Identitäten im Schöpfungsprozess zu tun?
Kommen wir nun zur Problematik der Erschaffung von bewussten Identitäten. Voraussetzung ist also, dass ein Bewusstsein sich begrenzt und Raum für etwas anderes geben möchte. Diese geschaffene bewusste Entität (Person) soll ein anderes Bewusstsein haben. Nicht Gott, Allah oder welcher Gott auch immer sein. Es soll nicht alles wissen und alles in Vollmacht tun können.
Das Problem ist: Wie verschwindet ein Bewusstsein? Und hier wird es knifflig. Denn ich muss ein Axiom aufstellen. Für die Nicht-Philosophen unter uns: Ein Axiom ist eine Behauptung, die ich als Wahr hinstelle und eine ganze Argumentationskette darauf aufbaue. Der Vorteil bei Axiomen ist: Ich muss dieses Axiom nicht beweisen können. Einfach weil derartige Axiome schwer oder gar nicht beweisbar sind. Leider ist es oft der Fall, das man mit unbewiesenen Axiomen in der Wissenschaft arbeiten muss. Und vermutlich verschweigt die Wissenschaft öfters als uns lieb ist, dass gesicherte und angeblich "bewiesene" Erkenntnisse auf Basis eines Axioms hergeleitet worden sind. Also in Wahrheit nichts bewiesen und somit nur Spekulation ist. Die Wissenschaft macht es vermutlich häufig gerne, eine Spekulation nicht offen zu kennzeichnen und teilt uns mit, dass irgend etwas "gesichert bewiesen" sein soll. Eigentlich ist das Betrug, oder besser gesagt Wissenschaftsbetrug. Das soll aber nicht Thema dieses Artikels sein.
Die Logik meines Axioms leuchtet aber ein. Man kann ein Bewusstsein oder Gott nicht vernichten. Wenn ein anfängliches Bewusstsein zuvor alles ausfüllt, und Platz für etwas anderes macht, also "sich zurückzieht," Wie soll das gehen? Mal ein bisschen enger zusammenrücken?
Diese Problematik berührt folgenden Umstand: Wenn unser anfängliches Bewusstsein ein "anderes" Bewusstsein erschaffen will, sich also zurückzieht, um Platz für diese neue bewusste Entität zu machen, dann wird am Ende nur wieder dieses Bewusstsein sich selbst replizieren. Wie eine biologische Zelle die sich teilt. Mutterzelle und Tochterzelle sind vom genetischen Aufbau her identisch. Dinge wie Mutation und dergleichen kommen erst in späteren Stadien hinzu.
Wenn aber unser Urbewusstsein im Genesisprozess nichts weiter fabrizieren kann, als sich selbst, wozu dann der Genesisprozess überhaupt? Der Zweck, warum wir einen Genesisprozess machen wollen, ist ja obsolet. Denn die geschaffene Entität ist wiederum "ich selbst". Also quasi ein Bewusstseinsklon. Zweck des Schöpfungsaktes war und ist aber. Mich eine Trennung zwischen "ich selbst" herbeizuführen.
Während vor dem Schöpfungsprozess eine Einheit besteht zwischen "Ich selbst" besteht nach dem Schöpfungsprozess eine Separierung. Das "Ich" und das "Selbst" sind getrennt.
Wenn ein alles wissendes Bewusstsein sich entscheidet, einen Teil seines Selbst abzuspalten und in die Unabhängigkeit zu entlassen, hat es ein Problem. Diese Abspaltung funktioniert nicht. Ein Bewusstsein kann nur sich selbst wieder erschaffen, mit allen eigenschaften. Auch der Allwissenheit oder zumindest dem Wissen über all das, was dieses Bewusstsein ausfüllt.
Wenn nun diese Natureigenschaft beseitigt werden soll, dann geht das nur durch Inanspruchnahme einer Kunsthilfe. Es muss ein Mechanismus oder eine Entität geschaffen werden, die dafür sorge trägt, dass sich das Bewusstsein nicht vollumfänglich an alles erinnert, was es eigentlich "selbst" ist und wozu es "selbst" in der Lage ist.
Weiterhin muss das Problem gelöst werden, dass eine Abspaltung von diesem Selbst immer noch zu 100 % das Selbst wieder hervorbringt. Streng genommen wird also nichts neues oder anderes geschaffen, sondern mit Bildsprache der Biologie gesagt: Eine Zelle teilt sich, wobei die Kindzelle wieder zu 100 % die Zellbestandteile der Mutterzelle hat.
Dieses Prinzip, dass die Tochterzelle zu 100% die Mutterzelle ist kennen wir auch aus der Physik. Es ist das Hologramm. Für den Laien gesprochen: Ein Hologramm ist eine Miniaturkopie eines größeren Objektes. Es wundert im Kontext dieses Artikels dann überhaupt nicht, dass die Physik festgestellt hat, dass das Universum holographisch organisiert ist.
Jede kleinere Einheit hat den ganzen Bauplan des größeren Übergeordneten Objektes in sich. Was in Bezug auf unser Anfangsbewusstsein natürlich ein Problem darstellt. Es will ja etwas erschaffen, das nicht es "Selbst" ist.
Das Problem ist, dass das allumfassende und allausfüllende Bewusstsein nur wieder sich "selbst" reproduziert. Nur holographisch eben. Etwas kleine, aber immer noch eine 100% ige Kopie von sich "Selbst".
Wie wird das Problem gelöst? Ganz einfach. Ein Vergessensmechanismus muss etabliert werden. Dabei ist es egal, unter welchem Namen dieser Vergessensmechanismus daherkommt. Es ist egal, ob wir von einer Vergessensmaschine, einem Bewusstseinsparasiten oder Castanedas Voladores sprechen.
Wichtig ist nur zu verstehen, warum dieser Vergessensmechanismus als erster oder doch wenigstens einer der ersten Schöpfungsakte überhaupt von unserem Anfangsbewusstsein ersonnen und geschaffen worden ist:
Die abgespalteten, also differenzierten "Selbste" sollten nicht das Bewusstsein des Urbewusstseins haben. Sie sollten nicht wissen, wer sie sind. Sie sollten andere Bewusstseine sein. Sozusagen andere Personen, andere Identitäten.
Das wurde zum einen durch einen Vergessensmechanismus sichergestellt und zum anderen dadurch, dass dieser Vergessensmechanismus sich nun als "Ich" dem differenzierten Selbst ausgibt.
Diese differenzierten Selbste, die meistens nicht wissen, wer sie sind und wo sie sind, bilden zusammen mit dem Anfangsbewusstsein oder Urbewusstsein zusammen ein "Uns".
Früher kannte man diesen religiösen bzw. philosophischen Hintergrund vom "Selbst" und "Ich" wohl noch und sprach deswegen bewusst nicht vom "Ich", sondern vom "Uns". Die ganze Gesellschaft sprach so, nicht nur besondere Herrscher oder Würdenträger. Diese Gepflogenheit ist unter dem "Pluralis Majestatis" bekannt.
Allerdings kann ich meine Interpretation, die ich aus Intuition gewonnen habe, nicht belegen. Zumindest bekomme ich von der Wikipedia in diesem Punkt keine Unterstützung (==Verweis wikipedia)==.
Noch einmal mit anderen Worten: Das normale "Ich" bin ich gar nicht wirklich. Das wahre "Ich" ist mein "Selbst", das zusammen mit dem Urbewusstsein den zahlreichen anderen Differenzierten Selbstes das "Uns" bildet.
Wenn als Gedanken in mir hochkommen die in etwas lauten: Ich denke, dass meine Frau mich betrügt, so sind es nicht die Gedanken des eigentlichen differenzierten Selbstes, also das "Uns". Es ist der Täuschungsmechanismus, der Bewusstseinsparasit, der dies spricht. Da wir von dieser Täuschung nichts ahnen. übernehmen wir die vom Voladores ausgesendeten Gedanken, identifizieren diese mit uns. Dadurch fängt das im körper sich befindende differenzierte Selbst auch nun an zu denken, dass seine Ehefrau ihn betrügt. Das differenzierte Selbst ist also vom "Ich" getäuscht worden.
Um es noch einmal zu betonen. Das differenzierte Selbst und das "Ich" sind verschiedene Entitäten!
Was wir gelernt haben
Wir haben gelernt, wie es am Anfang vor dem ersten Schöpfungsprozess gewesen ist. Ein Urbewusstsein, das alles war, alles ausfültle und alles über alles wusste. Wir stellten fest, dass dieses urzustand Erfahren wollte, wie es ist, limitiert zu sein. Nicht alles auszufüllen und nicht alles zu wissen und haben dann durch Logig erfahren, dass dieser Schöpfungswunsch gar nicht so einfach umzusetzen ist. Denn dieser Schöpfungsakt konnte nur eine Abspaltung aus dem Urbewusstsein. Da das urbewusstsein bereits alles war und alles umfasste, konnte in diesem Schöpfungsakt, so er denn möglich wäre, nicht durch die Erschaffung von etwas neuem erfolgen. Denn wie soll etwas neues geschaffen werden, wenn doch schon alles was möglich da ist? Der Schöppfngsakt kann somit von der philosophischen Logik her nur in einer Abspaltung vom Urbewusstsein erfolgen, wobei diese Abspaltungen aber wiederum 1005 iger Kopien des Urbewusstseins sein würden. Damit die Erfahrung einer echten Separierung umgesetzt werden konnte, wurde ein Vergesensmechanismus etabliert, der zum einen zu einem Informationsverlust führt aber auch zu einem gewollten Schwindel führte, indem nun eine Entität in Erscheinung trat, die sich den differenzierten, also abgespalteten "Selbsten" des Urbewusstsein als "Ich" präsentierte und die "Selbste" dadurch täuscht.
Das täuschende Ich kommt in der Literatur vor. Leider jedoch nur sehr verborgen. Bei Castaneda erscheint es. In der Psychologie des 20. Jahrhunderts könnte es an einzelnen Stellen in der Literatur zumindest in seinen wirkungsweisen her beschrieben worden sein.
Das Neue Testament berichtet davon dass in Menschen, im "Fleisch" etwas böses inne wohnt, das so stark ist, dass der Wille des eigentlichen Selbstes gar nicht mehr zum Wirken kommt, sondern mich die "Gelüste des Fleisches" überwältigen, sodass ich gezwungen bin, nicht das zu tun, was ich will, sondern was "das Fleisch" begehrt (==Verweise NT==). Die Theologie des heutigen konstantinischen Christentums lehrt nichts von einem Bewusstseinsparasiten. Jedoch ist es nicht schwer, bedeutende Bibelstellen des Neuen Testamentes auf diesen zu beziehen und dabei zuz argumentieren, dass die heutige Interpretation erst später etabliert worden sein wird. Das ursprüngliche Textverständnis ging damals im frühen Ur-christentum von dem aus, was Castaneda als Voladores beschrieben hat.
Die Natur des Menschen ist somit dreigeteilt.
- Der Geist des Menschen, der das differenzierte Selbst des Urbewusstseins eigentlich ist.
- Das täuschende Ich, das auch für den permanenten Gedächtnisverlust beim Menschen verantwortlich ist. Es wird seit jüngerer Vergangenheit als "Seele" bezeichnet.
- Der physische Körper.
Die Moderne hat im wesentlichen den Geist und Körper mehr oder weniger gut bewahrt. Zweck und Grund des Bewusstseinsparasiten wurden durch die Einführung des Begriffes "Seele" sehr vernebelt. Im weiteren Sinne ist der Begriff "Seele" zutreffend, denn die "Seele" betreffen ja Gefühle und den Verstand, was beides Ausflüsse des Voladores sind. Unser normaler Alltagsverstand und unsere Emotionen, egal ob positiv oder negativ stammen gar nicht vom differenzierten Selbst, sondern vom Voladores, dem Bewusstseinsparasiten, der uns im Auftrage des anfänglichen Urbewusstseins täuscht, damit das Urbewusstsein eine Erfahrung haben kann, wie es ist, nicht "Selbst" zu sein.
Welche offene Fragen wirft dieser Artikel auf?
Warum täuscht uns die fremde dritte Entität des "Ichs". Warum verursacht sie
Hologramm und unschärfe bei Hologrammen
Kognitive fähigkeiten des Menschen können nicht durch evolution hervorgegangen sein. Der mensch wäre bei de rAnwendung der Prinzipien der Evolutionsbiologie aussortiert worden, wenn man die kognitiven Fähigkeiten des Menschen heranzieht.
2. Überarbeitung des 1. Originalentwurfs von Sonnet 5.5
Grundidee und Grundannahmen
Jeder Artikel auf meiner Homepage ist in sich geschlossen und kann ohne Vorkenntnisse anderer Artikel gelesen werden. Auf vorangegangene oder nachfolgende Ergänzungen wird jedoch verwiesen. Dieser Artikel hat X Wörter. Es hat ungefähr Y Stunden gedauert, ihn zu verfassen. Sie als Leser werden voraussichtlich für diese X Seiten Y Minuten benötigen, ihn zu lesen. Der Artikel erklärt in einfacher Sprache die Begriffe „Ich" und „Selbst" aus philosophischer Sicht und fordert Sie auf, sich mit diesen Begriffen auseinanderzusetzen. Zwei weitere Begriffe sind „Alles" und „Unendlich". Auch wenn diese Begriffe langweilig und abstrakt erscheinen, soll kurz auf sie eingegangen werden, weil viele Belange unseres Alltags damit zusammenhängen.
Das anfängliche Bewusstsein und warum es einen Schöpfungsvorgang überhaupt initiieren sollte
Worum es geht
Ich möchte mit Ihnen wichtige Begriffe aus der Philosophie erörtern, die für unsere Alltagsrealität und unser Wohlbefinden bedeutsam sind. Dabei verzichte ich bewusst auf Fachsprache.
(Weglassen?) Die Begriffe „Alles" und „Unendlich"
Ich schlage Ihnen vor, dass am Anfang von allem ein Bewusstsein stand, das alles ausfüllte. In diesem Zustand können die Begriffe „Alles" und „Unendlich" gleichgesetzt werden. Die Philosophie hat sich intensiv mit diesen Begriffen befasst und kommt zu verschiedenen Auffassungen darüber, inwieweit „Alles" und „Unendlich" identisch sind oder nicht. Leider hatte ich keine Zeit, diese interessante Frage zu vertiefen. Meine Sichtweise ist deshalb nur eine von mehreren Auffassungen der Philosophen. Die entsprechende Rechercheanfrage an Claude Code habe ich Ihnen als Quelle zugänglich gemacht. Wer möchte, kann sich dort vertiefen (==Verweis==). Er oder sie sei aber gewarnt: In dieser Notiz wird nicht normal gesprochen, sondern in Philosophensprache.
Am Anfang war ein Bewusstsein
Kommen wir zum Anfang der Dinge zurück. Am Anfang war Gott, so die Bibel im Genesisbericht (==Verweis==). Wir können diesen Satz so stehen lassen oder ihn allgemeiner fassen: Am Anfang war ein Bewusstsein, das alles ausfüllte. In diesem Sinne ist „Unendlich" also „Alles". Die Gleichheit beider Begriffe ist wichtig, um später in diesem Artikel einige logische Probleme in unserer Gesellschaft besser erklären zu können.
Wir halten also fest: Am Anfang war ein Bewusstsein, das alles umfasste, alles war und deshalb auch alles wusste. Das, was wir als Raum und Zeit verstehen, füllte dieses Bewusstsein bereits zu 100 % aus.
Versuchen Sie nun innezuhalten und sich das Leben als dieses Bewusstsein oder in diesem Bewusstsein vorzustellen.
Das Bild vom Wasserplaneten
Können wir uns eine derartige Existenz überhaupt vorstellen? Vielleicht: Stellen Sie sich vor, der Planet Erde bestünde nur aus Wasser. Es ist eine einzige große Wasserkugel, die stillsteht. Es gibt keine Strömungen, keine Veränderungen. Einfach nichts. Stillstand. Stagnation. Man ist alles und füllt alles aus. Man weiß alles über sich, über seinen „Wasserplaneten", da man er selbst ist. Das Wort „Wasserplanet" verleitet uns, diese Wasserkugel als begrenzt zu betrachten. Behalten wir im Bewusstsein, dass diese Wasserkugel in Wahrheit der gesamte Kosmos ist, also alles, ohne irgendeine Ausnahme. Dieses Bewusstsein füllt alles zu 100 % aus. Bildlich gesprochen gibt es keinen Fleck, der nicht vom Bewusstsein erfüllt ist.
Es gibt also auch keine Insel. Einfach nichts. Nur Bewusstsein pur, das in sich ruht, weil es alles selbst ist.
Gibt es im Urbewusstsein ein „Ich" und ein „Du"?
Die nächste Frage lautet: Gibt es dort mehrere „Ich" und „Du"? Gibt es innerhalb dieses einen Bewusstseins also personale Identitäten und dadurch auch Differenzierungen? Die Religionen sind da unterschiedlicher Auffassung. Das konstantinische Christentum bejaht dies mit seiner Trinitätslehre, der Islam verneint es strikt (==Verweis Koran==).
Ich selbst favorisiere die Version, dass dieses Bewusstsein allein ist. Es gibt keine personale oder identitäre Trennung in ihm.
Also: Dieses eine Urbewusstsein am Anfang füllt alles aus, ist alles selbst und weiß auch alles über sich selbst. Denn außer dem Selbst des Bewusstseins, das alles ist und alles ausfüllt, gibt es nichts anderes.
Wie ist es, ganz allein zu sein?
Wie ist das Leben dort, das wir Menschen mit verschiedenen Begriffen wie „Pleroma", „Jenseits", „Himmel" oder „Paradies" beschreiben? Wie ist es, ganz allein zu sein?
Hier einige Gedankenhilfen:
- Wie ist es, nur allein zu sein? Setzen Sie sich einmal in einen wirklich schallisolierten Raum, in den kein Geräusch hineindringt. Sie hören gar nichts und sprechen gar nichts, da Sie allein sind und Ihnen außer Selbstgesprächen nichts übrig bleibt.
- Wie ist es, nie mit jemandem Poker spielen zu können, weil alle Beteiligten auf Computerbildschirmen live die Karten der Mitspieler angezeigt bekommen?
- Selbst wenn es in diesem Bewusstsein wie bei der konstantinischen Trinitätslehre eine Separierung in unterschiedliche Entitäten geben sollte: Spielt diese Separierung noch eine Rolle, wenn man alles über den anderen weiß? Wie ist es, alles zu wissen und keine Neugier zu haben?
- Wie ist es, nie jemandem ein Überraschungsgeschenk machen zu können, weil der andere immer sofort Bescheid weiß? Und umgekehrt nie überrascht werden zu können?
- Wie sehen Gemeinschaft und Kommunikation in einer solchen Situation aus? Findet Kommunikation überhaupt statt, wenn man alles weiß, nichts Unbekanntes gibt und alles überhaupt schon gesprochen worden ist?
Wie ist es, Gott selbst im Himmel oder Paradies zu sein? In menschlichen Worten gesprochen: Kann einem da nicht auch die Decke auf den Kopf fallen?
Die Frage des Urbewusstseins: Wie ist es, nicht alles zu sein?
Im Streit zwischen Islam und konstantinischem Christentum favorisiere ich die Variante, dass es am Uranfang nur ein einziges Bewusstsein gibt. In Anbetracht der vorangegangenen Zeilen wird sich dieses Bewusstsein vermutlich gefragt haben, wie es ist, nicht alles auszufüllen und nicht alles selbst zu sein. Das allwissende Bewusstsein wird sich also gefragt haben:
Wie ist es eigentlich, etwas nicht zu wissen? Und nicht „Selbst" zu sein? Wie ist es, jemand anderes zu sein? Jemand, den es überhaupt nicht gibt, da man als „Selbst" alles ausfüllt und auch ist. Zumindest vor dem (ersten) Genesisprozess.
Der Wunsch nach Erfahrung als Motiv der Schöpfung
Dieses eine Urbewusstsein, das „alles" ausfüllte und „alles" auch deshalb wusste, weil es alles umfasste, was überhaupt existierte, nämlich nur sich selbst, beschloss eines Tages, etwas Neues zu schaffen. Etwas, das dem Anschein nach nicht es „selbst" war.
In den vorangegangenen Zeilen habe ich zu begründen versucht, warum ein Gott – oder, allgemeiner gesprochen, ein Bewusstsein – überhaupt einen Schöpfungsprozess beginnen sollte. Dieser Schöpfungsprozess wird als Wunsch des Bewusstseins interpretiert, Erfahrungen zu sammeln, die es nicht hat. Das klingt zunächst widersprüchlich. Wie sollte ein allwissendes Bewusstsein, ein allwissender Gott, etwas nicht wissen? Wie bereits gesagt: Das Bewusstsein wird nicht gewusst haben, wie es ist, begrenzt zu sein und etwas nicht zu wissen. Das wird der mutmaßliche Zweck des Schöpfungsprozesses gewesen sein.
Ist ein Schöpfungsvorgang ein Limitierungsvorgang oder ein Erweiterungsvorgang?
100 % bleiben 100 %
Nun kommen wir zu einer wichtigen Frage zum Schöpfungsvorgang, die nicht nur abstrakt philosophisch ist: Wenn ein Bewusstsein bereits das ausfüllt, was wir als Raum und Zeit bezeichnen, also 100 % der Raumzeit, 100 % von „Alles", und einen Schöpfungsvorgang startet – was bedeutet das dann?
Kommt nun zu „Alles" etwas dazu? Geht das überhaupt? Selbst bei Gott? Ich denke nicht! Auch bei Gott sind 100 % eben 100 %. Auch bei Gott gibt es kein
2 x „Alles"
oder ein
1 x „Alles" + irgendetwas anderes, das man im Schöpfungsakt geschaffen hat.
Also auch bei Allah im Islam oder bei Jesus Christus in der konstantinischen Kirche sind 100 % nur 100 %. Auch wenn ich aus philosophischen Gründen diese Limitierung einführe, hoffe ich, dass mir hier nicht die Beschränkung einer göttlichen Allmacht vorgeworfen wird.
Ob es bei Gott oder, allgemeiner gesprochen, beim Urbewusstsein am Anfang 200 % geben kann, ist keine abstrakte Debatte. Es hat reale Konsequenzen in Philosophie, Theologie und am Ende in unserem Alltagsleben.
Der Schöpfungsakt als Begrenzungsakt
Wenn es bei Gott bzw. dem Bewusstsein aber kein
2 x „Alles"
geben kann, bedeutet es umgekehrt, dass ein Schöpfungsakt eine Begrenzung ist. Wenn das Bewusstsein zuvor Alles, also 100 %, ausfüllte, zieht es sich zurück und nimmt nun beispielsweise nur noch 95 % von Allem ein, wobei es die übrigen 5 % seiner neuen Schöpfung überlässt.
Die Recherche zu „Alles" und „Unendlich"
In Vorbereitung auf diese Frage habe ich Claude Code gebeten, eine Recherche zu den Begriffen „Alles" und „Unendlich" durchzuführen. Wie sieht die Philosophie beide Begriffe? Sind sie verschieden oder sogar gleich? Die Antwort ist unten in der Fußnote vorhanden. Seien Sie aber gewarnt: Sie ist in Philosophensprache. Nur wer mit den Risiken und Nebenwirkungen derart unverständlicher Fachsprache umgehen kann, sollte sich die Rechercheergebnisse antun! Vorweg kann ich Ihnen sagen: Beide Begriffe werden völlig unterschiedlich definiert, und es gibt widersprüchliche Auffassungen. Allerdings gibt es auch die Auffassung, die ich vertrete, dass bei den Zuständen, die wir hier erörtern, „Unendlich" und „Alles" gleichgesetzt werden können. In diesem Sinne ist es dann korrekt, dass es bei Gott bzw. dem Bewusstsein kein
2 x „Unendlich"
gibt.
Somit vertritt auch ein Teil der Philosophie, dass ein Schöpfungsakt eigentlich ein Begrenzungsakt ist. Denn auch bei Gott ist es nicht möglich, aus 100 % mehr zu machen. „Alles" ist auch bei Gott „Alles". Mehr ist nicht möglich. Auch nicht bei einem Gott.
Bevor wir uns über diese Interpretation ärgern, sei darauf hingewiesen: Den Schöpfungsvorgang als Limitierung des Bewusstseins zu verstehen, wird uns einige bedeutende spätere Fragen lösen, die ansonsten offen blieben.
Was hat der Energieerhaltungssatz der Physik mit der Erschaffung von personalen Identitäten im Schöpfungsprozess zu tun?
Die Erschaffung bewusster Identitäten
Kommen wir nun zur Problematik der Erschaffung von bewussten Identitäten. Voraussetzung ist, dass ein Bewusstsein sich begrenzt und Raum für etwas anderes geben möchte. Diese geschaffene bewusste Entität (Person) soll ein anderes Bewusstsein haben. Sie soll nicht Gott, Allah oder welcher Gott auch immer sein. Sie soll nicht alles wissen und nicht alles in Vollmacht tun können.
Ein Axiom: Ein Bewusstsein lässt sich nicht vernichten
Das Problem ist: Wie verschwindet ein Bewusstsein? Und hier wird es knifflig. Denn ich muss ein Axiom aufstellen. Für die Nicht-Philosophen unter uns: Ein Axiom ist eine Behauptung, die ich als wahr hinstelle und auf der ich eine ganze Argumentationskette aufbaue. Der Vorteil bei Axiomen ist: Ich muss das Axiom nicht beweisen können, einfach weil derartige Axiome schwer oder gar nicht beweisbar sind. Leider muss man in der Wissenschaft oft mit unbewiesenen Axiomen arbeiten. Und vermutlich verschweigt die Wissenschaft öfter, als uns lieb ist, dass gesicherte und angeblich „bewiesene" Erkenntnisse auf Basis eines Axioms hergeleitet worden sind. In Wahrheit ist dann nichts bewiesen, und es handelt sich nur um Spekulation. Die Wissenschaft kennzeichnet eine Spekulation vermutlich häufig nicht offen und teilt uns mit, irgendetwas sei „gesichert bewiesen". Eigentlich ist das Betrug, oder besser gesagt Wissenschaftsbetrug. Das soll aber nicht Thema dieses Artikels sein.
Die Logik meines Axioms leuchtet aber ein: Man kann ein Bewusstsein oder Gott nicht vernichten. Wenn ein anfängliches Bewusstsein zuvor alles ausfüllt und Platz für etwas anderes macht, sich also „zurückzieht" – wie soll das gehen? Ein bisschen enger zusammenrücken?
Das Problem der Selbstreplikation
Diese Problematik berührt folgenden Umstand: Wenn unser anfängliches Bewusstsein ein „anderes" Bewusstsein erschaffen will, sich also zurückzieht, um Platz für diese neue bewusste Entität zu machen, dann wird am Ende nur wieder dieses Bewusstsein sich selbst replizieren. Wie eine biologische Zelle, die sich teilt: Mutterzelle und Tochterzelle sind vom genetischen Aufbau her identisch. Dinge wie Mutationen kommen erst in späteren Stadien hinzu.
Wenn aber unser Urbewusstsein im Genesisprozess nichts weiter hervorbringen kann als sich selbst, wozu dann der Genesisprozess überhaupt? Der Zweck, weshalb wir einen Genesisprozess wollen, ist ja hinfällig. Denn die geschaffene Entität ist wiederum „ich selbst", also quasi ein Bewusstseinsklon. Zweck des Schöpfungsaktes war und ist aber, eine Trennung zwischen „Ich" und „Selbst" herbeizuführen.
Während vor dem Schöpfungsprozess eine Einheit zwischen „Ich" und „Selbst" besteht, besteht nach dem Schöpfungsprozess eine Separierung. Das „Ich" und das „Selbst" sind getrennt.
Die Abspaltung allein genügt nicht
Wenn ein allwissendes Bewusstsein sich entscheidet, einen Teil seines Selbst abzuspalten und in die Unabhängigkeit zu entlassen, hat es ein Problem: Diese Abspaltung funktioniert nicht. Ein Bewusstsein kann nur sich selbst wieder erschaffen, mit allen Eigenschaften, auch der Allwissenheit oder zumindest dem Wissen über all das, was dieses Bewusstsein ausfüllt.
Wenn diese Natureigenschaft nun beseitigt werden soll, geht das nur durch Inanspruchnahme einer Hilfskonstruktion. Es muss ein Mechanismus oder eine Entität geschaffen werden, die dafür sorgt, dass sich das Bewusstsein nicht vollumfänglich an alles erinnert, was es eigentlich „selbst" ist und wozu es „selbst" in der Lage ist.
Weiterhin muss das Problem gelöst werden, dass eine Abspaltung von diesem Selbst immer noch zu 100 % das Selbst wieder hervorbringt. Streng genommen wird also nichts Neues oder Anderes geschaffen, sondern, in der Bildsprache der Biologie gesagt: Eine Zelle teilt sich, wobei die Tochterzelle wieder zu 100 % die Zellbestandteile der Mutterzelle hat.
Das Hologramm-Prinzip
Dieses Prinzip, dass die Tochterzelle zu 100 % die Mutterzelle ist, kennen wir auch aus der Physik. Es ist das Hologramm. Für den Laien gesprochen: Ein Hologramm ist eine Miniaturkopie eines größeren Objektes. Es wundert im Kontext dieses Artikels dann überhaupt nicht, dass die Physik festgestellt hat, dass das Universum holographisch organisiert ist.
Jede kleinere Einheit hat den ganzen Bauplan des größeren, übergeordneten Objektes in sich. Das stellt in Bezug auf unser Anfangsbewusstsein natürlich ein Problem dar. Es will ja etwas erschaffen, das nicht es „selbst" ist.
Das Problem ist, dass das allumfassende und allausfüllende Bewusstsein nur wieder sich „selbst" reproduziert. Nur eben holographisch: etwas kleiner, aber immer noch eine 100-prozentige Kopie seiner „selbst".
Die Lösung: ein Vergessensmechanismus
Wie wird das Problem gelöst? Ganz einfach: Ein Vergessensmechanismus muss etabliert werden. Dabei ist es egal, unter welchem Namen dieser Vergessensmechanismus daherkommt. Es ist egal, ob wir von einer Vergessensmaschine, einem Bewusstseinsparasiten oder Castanedas Voladores sprechen.
Wichtig ist nur zu verstehen, warum dieser Vergessensmechanismus als erster oder doch wenigstens einer der ersten Schöpfungsakte überhaupt von unserem Anfangsbewusstsein ersonnen und geschaffen worden ist:
Die abgespaltenen, also differenzierten „Selbste" sollten nicht das Bewusstsein des Urbewusstseins haben. Sie sollten nicht wissen, wer sie sind. Sie sollten andere Bewusstseine sein, sozusagen andere Personen, andere Identitäten.
Das wurde zum einen durch einen Vergessensmechanismus sichergestellt und zum anderen dadurch, dass sich dieser Vergessensmechanismus nun dem differenzierten Selbst gegenüber als „Ich" ausgibt.
Das „Uns": Urbewusstsein und differenzierte Selbste
Diese differenzierten Selbste, die meistens nicht wissen, wer sie sind und wo sie sind, bilden zusammen mit dem Anfangsbewusstsein oder Urbewusstsein ein „Uns".
Früher kannte man diesen religiösen bzw. philosophischen Hintergrund von „Selbst" und „Ich" wohl noch und sprach deswegen bewusst nicht vom „Ich", sondern vom „Uns". Die ganze Gesellschaft sprach so, nicht nur besondere Herrscher oder Würdenträger. Diese Gepflogenheit ist unter dem Begriff „Pluralis Majestatis" bekannt.
Allerdings kann ich meine Interpretation, die ich aus Intuition gewonnen habe, nicht belegen. Zumindest bekomme ich von Wikipedia in diesem Punkt keine Unterstützung (==Verweis Wikipedia==).
Das „Ich" ist nicht das wahre Ich
Noch einmal mit anderen Worten: Das normale „Ich" bin ich gar nicht wirklich. Das wahre „Ich" ist mein „Selbst", das zusammen mit dem Urbewusstsein und den zahlreichen anderen differenzierten Selbsten das „Uns" bildet.
Wenn in mir Gedanken hochkommen, die etwa lauten: „Ich denke, dass meine Frau mich betrügt", so sind es nicht die Gedanken des eigentlichen differenzierten Selbst, also des „Uns". Es ist der Täuschungsmechanismus, der Bewusstseinsparasit, der dies spricht. Da wir von dieser Täuschung nichts ahnen, übernehmen wir die vom Voladores ausgesendeten Gedanken und identifizieren sie mit uns. Dadurch fängt auch das im Körper befindliche differenzierte Selbst an zu denken, dass seine Ehefrau es betrügt. Das differenzierte Selbst ist also vom „Ich" getäuscht worden.
Um es noch einmal zu betonen: Das differenzierte Selbst und das „Ich" sind verschiedene Entitäten!
Was wir gelernt haben
Wir haben gelernt, wie es am Anfang vor dem ersten Schöpfungsprozess gewesen ist: Ein Urbewusstsein, das alles war, alles ausfüllte und alles über alles wusste. Wir stellten fest, dass dieser Urzustand erfahren wollte, wie es ist, limitiert zu sein, also nicht alles auszufüllen und nicht alles zu wissen. Durch Logik haben wir dann erkannt, dass sich dieser Schöpfungswunsch gar nicht so einfach umsetzen lässt. Da das Urbewusstsein bereits alles war und alles umfasste, konnte der Schöpfungsakt, so er denn möglich wäre, nicht in der Erschaffung von etwas Neuem bestehen. Denn wie soll etwas Neues geschaffen werden, wenn doch schon alles Mögliche da ist? Der Schöpfungsakt kann somit von der philosophischen Logik her nur in einer Abspaltung vom Urbewusstsein bestehen, wobei diese Abspaltungen wiederum 100-prozentige Kopien des Urbewusstseins wären.
Damit die Erfahrung einer echten Separierung umgesetzt werden konnte, wurde ein Vergessensmechanismus etabliert. Er führt zum einen zu einem Informationsverlust, zum anderen zu einem gewollten Schwindel: Es trat nun eine Entität in Erscheinung, die sich den differenzierten, also abgespaltenen „Selbsten" des Urbewusstseins als „Ich" präsentiert und die „Selbste" dadurch täuscht.
Das täuschende Ich in der Literatur
Das täuschende Ich kommt in der Literatur vor, leider jedoch nur sehr verborgen. Bei Castaneda erscheint es. In der Psychologie des 20. Jahrhunderts könnte es an einzelnen Stellen in der Literatur zumindest in seiner Wirkungsweise beschrieben worden sein.
Das Neue Testament berichtet davon, dass im Menschen, im „Fleisch", etwas Böses innewohnt, das so stark ist, dass der Wille des eigentlichen Selbst gar nicht mehr zum Wirken kommt, sondern mich die „Gelüste des Fleisches" überwältigen, sodass ich gezwungen bin, nicht das zu tun, was ich will, sondern was „das Fleisch" begehrt (==Verweise NT==). Die Theologie des heutigen konstantinischen Christentums lehrt nichts von einem Bewusstseinsparasiten. Es ist jedoch nicht schwer, bedeutende Bibelstellen des Neuen Testamentes auf diesen zu beziehen und dabei zu argumentieren, dass die heutige Interpretation erst später etabliert worden sein wird. Das ursprüngliche Textverständnis ging damals im frühen Urchristentum von dem aus, was Castaneda als Voladores beschrieben hat.
Die dreigeteilte Natur des Menschen
Die Natur des Menschen ist somit dreigeteilt:
- Der Geist des Menschen, der eigentlich das differenzierte Selbst des Urbewusstseins ist.
- Das täuschende Ich, das auch für den permanenten Gedächtnisverlust beim Menschen verantwortlich ist. Es wird seit jüngerer Vergangenheit als „Seele" bezeichnet.
- Der physische Körper.
Die Moderne hat im Wesentlichen Geist und Körper mehr oder weniger gut bewahrt. Zweck und Grund des Bewusstseinsparasiten wurden durch die Einführung des Begriffs „Seele" sehr vernebelt. Im weiteren Sinne ist der Begriff „Seele" zutreffend, denn die Seele betrifft Gefühle und Verstand, was beides Ausflüsse des Voladores sind. Unser normaler Alltagsverstand und unsere Emotionen, egal ob positiv oder negativ, stammen gar nicht vom differenzierten Selbst, sondern vom Voladores, dem Bewusstseinsparasiten, der uns im Auftrag des anfänglichen Urbewusstseins täuscht, damit das Urbewusstsein die Erfahrung machen kann, wie es ist, nicht „Selbst" zu sein.
Welche offenen Fragen wirft dieser Artikel auf?
Warum täuscht uns die fremde dritte Entität des „Ichs"? Warum verursacht sie …
Stichpunkte zur Weiterarbeit
- Hologramm und Unschärfe bei Hologrammen.
- Die kognitiven Fähigkeiten des Menschen können nicht durch Evolution hervorgegangen sein. Wendet man die Prinzipien der Evolutionsbiologie an, wäre der Mensch angesichts seiner kognitiven Fähigkeiten aussortiert worden.
Datum: 2026-10-19 Zeit: 07:15 · sonnet-5-5
Antwort
Die Überarbeitung steht direkt unter der Überschrift „# 2. Überarbeitung des 1. Originalentwurfs von Sonnet 5.5". Der Originalentwurf unter „# 1." blieb unverändert.
Was geändert wurde: Rechtschreibung, Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung, „das/dass", Satzbau und Ausdruck. Die Aussagen und Ihre Sichtweise sind unverändert. Die langen Absätze (v. a. „Was wir gelernt haben") sind in kürzere Sätze zerlegt. Eingefügt wurden Zwischenüberschriften der Ebene ###. Ihre eigenen Überschriften (##) blieben erhalten. Neu ist nur „Stichpunkte zur Weiterarbeit" für Ihre losen Schlussnotizen.
Platzhalter, die stehen geblieben sind: X und Y im Einleitungsabsatz (dort stand zweimal X und Y für verschiedene Größen: Wörter/Seiten und Stunden/Minuten; später bitte eindeutig benennen), „(Weglassen?)" bei der Überschrift „Die Begriffe ‚Alles' und ‚Unendlich'", alle ==Verweis==-Markierungen (Genesis, Koran, Wikipedia, NT, Recherche), der abgebrochene Satz „Warum verursacht sie …" und der Verweis auf die „Fußnote" mit der Recherche.
Inhaltliche Hinweise (nichts davon wurde geändert): 1. Die Überschrift „Was hat der Energieerhaltungssatz … zu tun?" wird im Text nicht beantwortet. Der Energieerhaltungssatz kommt nicht vor. 2. „Am Anfang war Gott" ist keine wörtliche Genesis-Stelle (Gen 1,1: „Am Anfang schuf Gott …"). Sie sollten das beim Verweis prüfen. 3. „Die Physik hat festgestellt, dass das Universum holographisch organisiert ist" ist eine Hypothese (holographisches Prinzip), kein gesichertes Ergebnis. Ein Hologramm ist zudem keine Miniaturkopie, sondern jeder Teil enthält das ganze Bild in geringerer Schärfe. Das passt zu Ihrer Notiz „Unschärfe bei Hologrammen". 4. Der Vorwurf „Wissenschaftsbetrug" ist sehr scharf formuliert und wird Leser angreifbar machen. 5. Die Aussage, früher habe „die ganze Gesellschaft" im Plural „Uns" gesprochen, ist historisch fraglich. Der Pluralis Majestatis galt Herrschern. Das wissen Sie selbst („kein Beleg bei Wikipedia"). 6. Die Abschnitte „Das Problem der Selbstreplikation" und „Die Abspaltung allein genügt nicht" sagen teils dasselbe (Zellteilung). Beim Kürzen könnte man sie zusammenführen.
3. Folgeoriginal
Jeder Artikel auf meiner Homepage ist in sich geschlossen und kann ohne Vorkenntnisse anderer Artikel gelesen werden. Auf vorangegangene oder nachfolgende Ergänzungen wird jedoch verwiesen. Dieser Artikel hat X Wörter. Es hat ungefähr Y Stunden gedauert, ihn zu verfassen. Sie als Leser werden voraussichtlich für diese A Seiten Z Minuten benötigen, ihn zu lesen. Der Artikel erklärt in einfacher Sprache warum Gott oder ein Urbewusstsein überhaupt einen Genesisprozess durchgeführt hat. Hatte Gott etwas Langeweile im Himmel? Dabei werden die Begriffe „Ich" und „Selbst" aus philosophischer Sicht betrachtet. Zwei weitere Begriffe sind in diesem Zusammenhang auch sehr wichtig: „Alles" und „Unendlich". Auch wenn diese vier Begriffe langweilig und abstrakt erscheinen mögen, so wil ich Ihnen schon jetzt vorwegnehmen, dass mit diesen Begriffen ein richtiger Philosophie-Krimi begonnen werden kann. Diese dem Anschein nach langweiligen Wörter werden Ihnen zu den intensivsten und lebhaftetsten Debatten in ihrem ganzen Leben verhelfen. Das verspreche ich Ihnen! Wenn Sie sich darauf einlassen wollen, ihre bisherige Welt ein wenig zu hinterfragen, dann lade ich Sie ein, diesen Artikel bis zum Ende durchzulesen.
Das anfängliche Bewusstsein und warum es einen Schöpfungsvorgang überhaupt initiieren sollte
Hinweis: Dieser Artikel ist bewusst zweideutig formuliert. Das Bewusstsein am Anfang können Sie mit Gott gleichsetzen oder auch nicht. Aussagen und Schlussfolgerungen treffen in beiden Fällen zu.
Am Anfang war ein Bewusstsein
Kommen wir zum Anfang der Dinge zurück. ==Am Anfang war Gott==, so die Bibel indirekt im Genesisbericht (==Verweis==). Wir können diese indirekte Aussage des Alten Testamentes so stehen lassen oder ihn allgemeiner fassen: Am Anfang war ein Bewusstsein, das alles ausfüllte. In diesem Sinne ist „Unendlich" also „Alles". Ob nun Unendlich mit Alles Gleich zu setzen ist oder nicht, ist im hier debattierten Kontext keine Unwichtigkeit. Die Philosophie selbst ist sich im Unklaren darüber. Es gibt verschiedene Auffassungen darüber. (==Verweis==) Dabei wird aber die Aufassung vertreten, das "Unendlich" und "Alles" austauschbare Wörter sein können.
Ich habe mich für die Gleichheit beider Begriffe entschieden, weil dadurch einige bedeutende Probleme später besser erklärt werden können. Auch verursacht die Gleichheit beider Begriffe weniger logische und theologische Folgeprobleme.
Wir halten also fest: Am Anfang war ein Bewusstsein, das alles umfasste, alles war und deshalb auch alles wusste. Das, was wir als heutige Menschen als Raum und Zeit verstehen, füllte dieses Bewusstsein bereits zu 100 % aus.
Wäre dem nicht so, würde es bedeuten, dass dieses Bewusstsein bzw. Gott vor dem (ersten) Genesisprozess nicht allgegenwärtig wäre. Das führt später in der vergleichenden Religionswissenschaft und jeweiligen Theologien der Religionen zu Komplikationen und Inkonsistenzen. Dieses Faß will ich gar nicht erst aufmachen.
Das Bild vom Wasserplaneten
Wie können wir uns Gott oder das Urbewusstsein allein - ohne irgend etwas - vorstellen? Können wir uns eine derartige Existenz überhaupt beschreiben? Vielleicht: Stellen Sie sich vor, der Planet Erde bestünde nur aus Wasser. Es ist eine einzige große Wasserkugel, die stillsteht. Es gibt keine Strömungen, keine Veränderungen. Einfach nichts. Stillstand. Stagnation. Man ist alles und füllt alles aus. Man weiß alles über sich, über seinen „Wasserplaneten", da man er selbst ist. Das Wort „Wasserplanet" verleitet uns, diese Wasserkugel als begrenzt zu betrachten. Behalten wir im Bewusstsein, dass diese Wasserkugel in Wahrheit der gesamte Kosmos ist, also alles, ohne irgendeine Ausnahme. Dieses Bewusstsein füllt alles zu 100 % aus. Bildlich gesprochen gibt es keinen Fleck, der nicht vom Bewusstsein erfüllt ist.
Es gibt also auch keine Insel. Einfach nichts. Nur Bewusstsein pur, das in sich ruht, weil es alles selbst ist.
Gibt es im Urbewusstsein ein „Ich" und ein „Du"?
Die nächste Frage lautet: Gibt es auf diesem "Wasserplaneten" dort mehrere „Ich" und „Du"? Gibt es innerhalb dieses einen Bewusstseins also personale Identitäten und dadurch auch Differenzierungen? Die Religionen sind da unterschiedlicher Auffassung. Das konstantinische Christentum bejaht dies mit seiner Trinitätslehre, der Islam verneint es strikt (==Verweis Koran==).
Ich selbst favorisiere die Version, dass dieses Bewusstsein allein ist. Es gibt keine personale oder identitäre Trennung in ihm.
Also: Dieses eine Urbewusstsein am Anfang füllt alles aus, ist alles selbst und weiß auch alles über sich selbst. Denn außer dem Selbst des Bewusstseins, das alles ist und alles ausfüllt, gibt es nichts anderes.
Wie ist es, ganz allein zu sein?
Wie ist das Leben dort, das wir Menschen mit verschiedenen Begriffen wie „Pleroma", „Jenseits", „Himmel" oder „Paradies" beschreiben? Wie ist es, ganz "allein" zu sein?
Hier einige Gedankenhilfen:
- Setzen Sie sich einmal in einen wirklich schallisolierten Raum, in den kein Geräusch hineindringt. Sie hören gar nichts und sprechen gar nichts, da Sie allein sind und Ihnen außer Selbstgesprächen nichts übrig bleibt.
- Wie ist es, nie mit jemandem Poker spielen zu können, weil alle Beteiligten auf Computerbildschirmen live die Karten der Mitspieler angezeigt bekommen?
- Selbst wenn es in diesem Bewusstsein wie bei der konstantinischen Trinitätslehre eine Separierung in unterschiedliche Entitäten geben sollte: Spielt diese Separierung noch eine Rolle, wenn man alles über den anderen weiß? Ja sogar, so das Dogma, die eine Person zu 100 % die andere Person auch noch ist? Ist dann überhaupt eine Separierung vorhanden oder ist man dann doch nur ein einziges Bewusstsein?
- Wie ist es, alles zu wissen und keine Neugier zu haben?
- Wie ist es, nie jemandem ein Überraschungsgeschenk machen zu können, weil der andere immer sofort Bescheid weiß? Und umgekehrt nie überrascht werden zu können?
- Wie sehen Gemeinschaft und Kommunikation in einer solchen Situation aus? Findet Kommunikation überhaupt statt, wenn man alles weiß, nichts Unbekanntes gibt und alles überhaupt schon gesprochen worden ist?
Wie ist es, Gott selbst im Himmel oder Paradies zu sein? In menschlichen Worten gesprochen: Kann einem da nicht auch die Decke auf den Kopf fallen?
Die Frage des Urbewusstseins: Wie ist es, nicht alles zu sein?
Im Streit zwischen Islam und konstantinischem Christentum favorisiere ich die Variante, dass es am Uranfang nur ein einziges Bewusstsein gibt. In Anbetracht der vorangegangenen Zeilen wird sich dieses Bewusstsein vermutlich gefragt haben, wie es ist, nicht alles auszufüllen und nicht alles selbst zu sein. Das allwissende Bewusstsein wird sich also gefragt haben:
Wie ist es eigentlich, etwas nicht zu wissen? Und nicht „Selbst" zu sein? Wie ist es, jemand anderes zu sein? Jemand, den es überhaupt nicht gibt? Und der dann auch nicht "Ich Selbst" bin?
Der Wunsch nach Erfahrung als Motiv der Schöpfung
Dieses eine Urbewusstsein, das „alles" ausfüllte und „alles" auch deshalb wusste, weil es alles umfasste, was überhaupt existierte, nämlich nur sich selbst, beschloss eines Tages, etwas Neues zu schaffen. Etwas, das dem Anschein nach nicht es „Selbst" war.
Das klingt zunächst widersprüchlich. Wie sollte ein allwissendes Bewusstsein, ein allwissender Gott, etwas nicht wissen? Weiß Gott etwa nicht, wie es ist, im Wissen und der Erfahrungswelt begrenzt zu sein? Ich denke ja. Das Bewusstsein und somit Gott selbst war in diesem Punkt nicht Allwissend gewesen. Um das zu Ändern, wird das Bewusstsein beschlossen haben, diese ihm fehlende Erfahrung selbst sammeln zu können.
Das wird der mutmaßliche Zweck des erstens Schöpfungsprozesses gewesen sein.
Ist ein Schöpfungsvorgang ein Limitierungsvorgang oder ein Erweiterungsvorgang?
100 % bleiben 100 %
Nun kommen wir zu einer wichtigen Frage zum Schöpfungsvorgang, die nicht nur abstrakt philosophisch ist: Wenn ein Bewusstsein bereits das ausfüllt, was wir als Raum und Zeit bezeichnen, also 100 % der Raumzeit, 100 % von „Alles", und einen Schöpfungsvorgang startet – was bedeutet das dann?
Kommt nun zu „Alles" etwas dazu? Geht das überhaupt? Selbst bei Gott? Ich denke nicht! Auch bei Gott sind 100 % eben 100 %. Auch bei Gott gibt es kein
2 x „Alles" oder 2x "Unendlich"
oder ein
1 x „Alles" + irgendetwas anderes, das man im Schöpfungsakt geschaffen hat.
Also auch bei Allah im Islam oder bei Jesus Christus in der konstantinischen Kirche sind 100 % nur 100 %. Auch wenn ich aus philosophischen Gründen diese Limitierung einführe, hoffe ich, dass mir hier nicht die Beschränkung einer göttlichen Allmacht vorgeworfen wird.
Der Schöpfungsakt als Begrenzungsakt
Wenn es bei Gott bzw. dem Bewusstsein aber kein
2 x „Alles"
geben kann, bedeutet es umgekehrt, dass ein Schöpfungsakt eine Begrenzung ist. Wenn das Bewusstsein zuvor "Alles", also 100 %, ausfüllte, zieht es sich im Schöpfungsakt zurück und nimmt nun beispielsweise nur noch 95 % von "Allem" ein, wobei es die übrigen 5 % seiner neuen Schöpfung überlässt.
Was hat der Energieerhaltungssatz der Physik mit der Erschaffung von personalen Identitäten im Schöpfungsprozess zu tun?
Die Erschaffung bewusster Identitäten
Kommen wir nun zur Problematik der Erschaffung von bewussten Identitäten. Voraussetzung ist, dass ein Bewusstsein sich begrenzt und Raum für etwas anderes geben möchte. Diese geschaffene bewusste Entität (Person) soll ein anderes Bewusstsein haben. Sie soll nicht Gott, Allah oder welcher Gott auch immer sein. Sie soll nicht alles wissen und nicht alles in Vollmacht tun können.
Ein Axiom: Ein Bewusstsein lässt sich nicht vernichten
Das Problem ist: Wie verschwindet ein Bewusstsein? Und hier wird es knifflig. Denn ich muss ein Axiom aufstellen. Für die Nicht-Philosophen unter uns: Ein Axiom ist eine Behauptung, die ich als wahr hinstelle und auf der ich meine ganze Argumentationskette aufbaue. Der Vorteil bei Axiomen ist: Ich muss das Axiom nicht beweisen können, einfach weil derartige Axiome schwer oder gar nicht beweisbar sind.
Leider muss man in der Wissenschaft oft mit unbewiesenen Axiomen arbeiten. Und vermutlich verschweigt die Wissenschaft öfter, als uns lieb ist, dass gesicherte und angeblich „bewiesene" wissenschaftliche Erkenntnisse auf Basis eines Axioms hergeleitet worden sind. In Wahrheit ist dann nichts bewiesen, und es handelt sich nur um Spekulation. Ein Axiom ist also nur eine Spekulation, die ich nicht beweisen kann, die ich aber benötige, um auf deren Basis meine ganze Argumentation aufzubauen.
Für mich fühlt sich dieser Umstand sogar als Wissenschaftsbetrug an. Denn wenn ich am Ende eine Spekulation als wissenschaftlichen Bewies deklariere, behaupte ich eine Objektivität, die so nicht gegeben ist. Es ist daher eigentlich nichts anderes, als wenn ich als Wissenschaftler die Laborwerte nicht messe, sondern passend zu den Erwartungen des Finanziers meiner Studie ins Protokoll reinschreibe. Diese Auffassung zur Verwendung von nicht offen deklarierten Axiomen und Wissenschaftsbetrug muss nicht jeder so sehen. Ich tue es aber! Das soll aber nicht Thema dieses Artikels sein.
Was ist nun meine unbewiesene Spekulation? Hier ist Sie:
Wie im großen, so im kleinen.
Oder auch anders formuliert:
So wie oben so auch unten
Woher nehme ich dieses Axiom? Es folgen Beispiele aus unserer Natur:
1. Zellteilung in der Biologie Aus der Naturwissenschaft. Wenn biologische Zellen sich Teilen, dann ist die Genetik der Tochterzelle mit der der Mutterzelle identisch.
2. Energieerhaltungssatz Energie kann nur in andere Formen umgewandelt werden, aber nicht verschwinden oder aus dem Nichts auftauchen.
Nach meinem postulierten Axiom werden die Umstände ("Gesetzmäßigkeiten") im ersten Genesisprozess, wo aus dem Selbst 1 nun ein differeniziertes Selbst 2 entstanden ist, in weiteren Genesisprozessen fortsetzen und nur kleinere Änderungen erfahren. Wenn wir also hier unten in unserer Wirklichkeit, am Ende der Schöpfungskette so etwas wie einen Energieerhaltungssatz in der Physik haben kann durch mein Axiom darauf geschlossen werden, dass es oben am Beginn der Genesiskette ein entsprechendes Äquivalent gibt. Das nämlich Bewusstsein nicht verschwinden kann.
Die materielle körperliche Schöpfung kann somit als ein Schattenbild der eigentlich wirklichen Gesetzmäßigkeiten "oben" gesehen werden. Wenn also die Zellteilung zu genetisch identischen Tochterzellen führt, wird eine Differenzierung des Selbst 1 zu einem Selbst 2 auch zu einem 100% igen Selbst 1 wieder führen. Entweder ist dadurch der Schöpfungsprozess in seinem Zweck gescheitert, eben eine tatsächlich getrennte bewusste und personale Entität zu schaffen oder man landet bei schwer verständlichen Konzepten wie der Trinität, die nicht verstehbar sind.
Oder man denkt konsequent zu Ende und führt im Genesisprozess etwas ein, was am Ende tatsächlich zu einer getrennten Bewusstseins-Entität führt. Einen Filter bzw. Filtermechanismus, der dem Selbst 2 das weg nimmt, was es eigentlich ausmacht. Denn Selbst 2 ist ja Selbst 1. Nur ist Selbst 2 sich dessen nicht bewusst, weil Selbst 2 durch den Filtermechanismus daran gehindert, oder anders ausgedrückt, getäuscht wird.
Durch diese Täuschung nimmt Selbst 2 nun an, jemand anderes zu sein als Selbst 1. Es kann sogar soweit gehen, dass Selbst 2 von Selbst 1 nicht einmal etwas ahnt, dass da Selbst 1 überhaupt da ist.
Das dieses Axiom nicht nur so aus der Nase gezogen ist, zeigen diverse Naturprozesse und religiöse Schriften. Unter anderem der Islam, wo dieses von mir postulierte Axiom zu erkennen ist, auch wenn es nicht Schwerpunkt der islamischen Lehre ist (==Verweis==).
Das Hologramm-Prinzip - Informationsverlust noch unterbringen
Ein Hologramm ist eigentlich eine Miniaturkopie von etwas größeren. Allerdings kennt die Physik auch den Umstand, dass es in den Holgrammen auch zu minimalen Informationsverlusten kommt. Dies kann philosophisch so gedeutet werden, dass hier der Filtermechanismus zum Tragen kommt. Der Filtermechanismus ist somit elementarer Bestandteil des Schöpfungsprozesses. Und zwar von Beginn, dem ersten Genesisprozess an bis jetzt hier bei uns auf der Erde am anderen Ende der Schöpfungskette.
Die Konsequenzen des Filtermechanismus als integraler Bestandteil des Schöpfungsprozesses
Filtermechanismus in den Religionen
Der Filtermechanismus führt am Ende zu einer dreigeteilten Natur des Menschen. Das konstantinische Christentum geht von einer Einheit aus Geist, Seele und Körper (Materie) aus. Interessant ist, dass "Geist" und "Seele" seitens der konstantinischen Theologie nicht fest definiert werden. Das macht es schwerer oder einfacher. Für mich einfacher, weil die Kirche meine Auffassung nicht wirklich kritisieren kann. Denn bevor die mich kritisieren, soll die konstantinische Theologie selbst erst einmal ihre Begriffe "Geist" und "Seele" definieren und dann mit diesen Definitionen mir antworten.
Im Kontext dieses Artikels ist der Geist das von Selbst 1 differenzierte Selbst 2. Die gnostischen Christen würden dazu "göttlicher Funke" sagen. auch wenn ich in diesem Artikel wegen meines Axioms von einer eigentlichen Wesensgleichheit von Selbst 1 und Selbst 2 ausgehe, so gibt es deutliche Analoga in anderen Religionen.
Der göttliche Funke hat ein wenig theolgosiche Sprengkraft, weil er postuliert, das Selbst 1 und Selbst 2 in ihrem Wesen identisch sind auch wenn Selbst 2 sich dessen wegen des Filtersystems nicht bewusst ist.
Die Frage, wie die verschiedenen Religionen zu einem hypotetischen göttlichen Funken stehen, hat Claude Code für uns in einer Obsidian-Notiz zusammengefasst. Wer will, kann die Antwort studieren. Ich habe Sie freigeschaltet auf der Homepage. Ich kann hier nur selektiv die Antwort für Sie in Kurzform interpretieren:
Im Islam wird dem Menschen von Allah sein Geist eingehaucht, was ich als Bestätigung meines Artikels hernehmen könnte, wenn die islamische Theologie nicht strikt eine Wesensverschiedenheit von Allah und seiner Schöpfung postulieren würde. Ungeachtet dessen ist es faszinierend, wie sprachlich nah doch das "Geisteinhauchen" im Islam mit meinen Ansichten übereinstimmt.
Das konstantinische Christentum kennt den Umstand, dass der Geist Gottes im Menschen (bzw. Christen) wohnt. Die Frage stellt sich weiter: Was bedeutet es, nach dem Bild Gottes geschaffen zu sein? Könnte man da nicht auch einen göttlichen Funken im heutigen konstantinischen Christentum hineininterpretieren? Auch wenn es die aktuelle kirchliche Dogmatik deutlich durcheinander bringen könnte?
Der Buddhismus geht davon aus dass in jedem Mensch "buddhadhātu" möglich ist. Die wahre Essenz des Menschen ist dabei durch eine Schicht von Täuschungen verborgen, was meinem Filtermechanismus, entsprechen würde. Wichtig beim Buddhismus müssen Sie als Leser noch Wissen, dass der Buddhismus keinen Gott kennt und deswegen keine religiöse Verehrung durchführt. Der Buddhismus ist streng genommen eine Philosophie, keine Religion.
Der Hinduismus spricht wie bei den gnostischen Christen von einem göttlichen Funken in einem jedem Menschen.
Wir halten also fest: Die Idee, dass der Mensch aus einem göttlichen Funken besteht, ist so eigentlich aus Islam, Christentum, Hinduismus und Buddhismus ableitbar. Selbst 1 und Selbst 2 sind im gnostischen Christentum tatsächlich wesensgleich. Der Buddhismus sagt das selbe, mit der Einschränkung, dass der Buddhismus nur keinen Gott kennt.
Im Islam wird dem Menschen der Geist Allahs eingehaucht, auch wenn die Islamgelehrten keine Wesenseinheit von Allah mit seiner Schöpfung erkennen.
Und im konstantinischen Christentum wohnt der Geist Gottes direkt im Menschen.
Das „Ich" ist nicht das wahre Ich
Ich möchte langsam zum Ende meines Artikels kommen.
Eine zentrale Aussage des Artikels ist die Definition der Dreiteilung der menchschlichen Natur aus Körper, Geist und Seele. Dabei wurde mit der Seele ein Filtermechanismus identifiziert, der eine eigene bewusste Entität darstellt. Die Seele ist also nicht das wahre "Ich".
Das wahre "Ich" von mir ist das "Selbst", also der Geist des Menschen. Die Seele ist eine andere separate bewusste Entität, die dem "Selbst" vieles wegfiltert, um nicht erkennen zu können, eigentlich ein separierter Teil von Selbst 1 zu sein. Und der Körper ist die Integrierung des Selbst 2 in die Materie.
Das führt in der Praxis dazu, dass das Selbst 2 nicht weiß, dass das "Ich" ihm vorgelagert ist. Das "Ich" gibt einen Gedanken ein, wie: "Meine Frau betrügt mich bestimmt". Das Selbst ahnt nicht, dass das Ich als separate Bewusstseins-Entität vorhanden ist und denkt sich, dass dieser Gedanken vom Selbst 2 stammt. Dadurch wird das Selbst (2) vom Ich beständig getäuscht.
Die Frage, warum das "Ich" das tut, bleibt anderen Artikeln auf meiner Homepage vorbehalten. Nur vorab soviel. Häufig stellen sich die Menschen die Frage, woher das böse auf der Erde stammt. Die Religionen geben eigentlich keine Antworten dazu. Wenn Sie was dazu sagen, sind es abstrakte Begrifflichkeiten wie "Sünde", "Erbsünde" oder "Schwäche", wo ganze Theologien und Philosophien als Rattenschwanz hinterhergezogen werden müssen, um sich eine denkbare Antwort dann zusammenreimen zu können.
Ich hingegen weise dem "Ich" die Verantwortung für das Böse auf der Erde zu und weise explizit darauf hin, dass dieses "Ich" nicht wir sind. Denn wir sind das "Selbst". Wir sind nicht das "Ich"
Neben den Andeutungen in philosophischen/religiösen Texten gibt es aber auch woanders n der Literatur hinweise auf das "Ich" als separate Bewusstseins-Entität. Erwähnen möchte ich Castaneda sein Voladores oder auch die psychologischen Differenzierungen der menschlichen Persönlichkeit in zwei separate Bestandteile. Allerdings hat in idesme Kntext diese Zweiteilung der menschlichen Psyche meistens nichts damit zu tun, dass der eine Teil einen hinterhältigen Bösen Part überniummt, auch wenn das als Minderheiten mewinung in der Psycholgoie auch vertretenm wird.
Was sagt die Geschichte zum "Ich" als separate Bewusstseins-Entität?
Das „Uns": Urbewusstsein und differenzierte Selbste
Ich behaupte in meinem Artikel: Dies zahlreichen differenzierten "Selbste", die meistens nicht wissen, wer sie sind und wo sie sind, bilden zusammen mit dem Anfangsbewusstsein oder Urbewusstsein ein „Uns".
Früher kannte man diesen religiösen bzw. philosophischen Hintergrund von „Selbst" und „Ich" wohl noch und sprach deswegen bewusst nicht vom „Ich", sondern vom „Uns". Die ganze Gesellschaft sprach so, nicht nur besondere Herrscher oder Würdenträger. Diese Gepflogenheit ist unter dem Begriff „Pluralis Majestatis" bekannt. Allerdings kann ich meine Interpretation, die ich aus Intuition gewonnen habe, nicht belegen. Zumindest bekomme ich von Wikipedia in diesem Punkt keine Unterstützung (==Verweis Wikipedia==).
Was wir gelernt haben
Wir haben in meinem Artikel gelernt, wie es am Anfang vor dem ersten Schöpfungsprozess gewesen ist: Ein Urbewusstsein, das alles war, alles ausfüllte und alles über alles wusste. Wir stellten fest, dass dieser Urzustand erfahren wollte, wie es ist, limitiert zu sein, also nicht alles auszufüllen und nicht alles zu wissen. Um uns dieser schwierigen Frage zu nähern, haben wir basierend auf unserer Alltagserfahrung in der Wissenschaft Axiome festgelegt, die wir als Basis unserer Argumentation heranziehen und logische Schritte darauf aufbauen. Der Energieerhaltungssatz führte dazu, dass ein alles ausfüllendes Bewusstsein am Ende nur sich selbst replizieren kann. Weiterhin hat die philosoophische Betrachtung der Begriffe "Unendlich" und "Alles" uns dazu gebracht, zu erkennen, dass ein Schöpfungsvorgang eine Begrenzung des Schöpfers zur Folge hat. Wäre dem nicht so, würde der Schöpfer zum Beginn des Schöpfungsprozesses nicht allgegenwärtig sein können.
Schöpfung wurde als Differenzierung des Bewusstseins Selbst 1 von sich selbst erkannt. Und weil diese differenzierten neuen Selbste nicht das selbe Bewusstsein wie das ursprüngiche Bewusstsein habgen sollen, wurde eine separate Entität im Rahmen des Schöpfungsprozesses geschaffen. Das "Ich" Aufgabe des "Ichs" ist,dem differenzierten Selbst eine falsche Identität vorzutäuschen. Das geht nicht anders, weil Bewusstsein nicht verschwinden kann. Separiertes differenziertes Bewusstsein ist im Kern wensensgleich mit dem Ursprungsbewusstsein, weswegen die Täuschende Entität zwingend erforderlich.
Welche offenen Fragen wirft dieser Artikel auf?
In diesem Artikel habe stelle ich die Behauptung auf, dass dieses "Ich" die Ursache des Bösen auf der Erde ist. Der Artikel war nicht dazu gedacht, diese Behauptung zu begründen. Das wird in anderen Artikeln auf meiner Homepage geschehen. Dabei wird auch untersucht werden, inwieweit diese Bosheit unserer Welt ursprünglich vom Urbewusstsein "Selbst 1" vorgesehen war.
Ist all das Böse ursprünglich vom Selbst 1 geplant gewesen? Oder ist etwas passiert, womit Selbst 1 nicht gerechnet hat und hat womöglich der Filtermechanismus des "Ich" sich verselbstständigt? Wenn dem so hypothetisch wäre: Wie ist dass dann mit der Allwissenheit von Selbst 1 vereinbar?
4 Zweite Überarbeitung von Sonnet 5.5
Grundidee und Grundannahmen
Jeder Artikel auf meiner Homepage ist in sich geschlossen und kann ohne Vorkenntnisse anderer Artikel gelesen werden. Auf vorangegangene oder nachfolgende Ergänzungen wird jedoch verwiesen. Dieser Artikel hat X Wörter. Es hat ungefähr Y Stunden gedauert, ihn zu verfassen. Sie als Leser werden voraussichtlich für diese A Seiten Z Minuten benötigen, ihn zu lesen. Der Artikel erklärt in einfacher Sprache, warum Gott oder ein Urbewusstsein überhaupt einen Genesisprozess durchgeführt hat. Hatte Gott etwa Langeweile im Himmel? Dabei werden die Begriffe „Ich“ und „Selbst“ aus philosophischer Sicht betrachtet. Zwei weitere Begriffe sind in diesem Zusammenhang ebenfalls sehr wichtig: „Alles“ und „Unendlich“. Auch wenn diese vier Begriffe langweilig und abstrakt erscheinen mögen, möchte ich Ihnen schon jetzt versprechen, dass sich mit ihnen ein richtiger Philosophie-Krimi entfalten lässt. Diese, dem Anschein nach langweiligen Wörter werden Ihnen die intensivsten und lebhaftesten Debatten Ihres Lebens bescheren. Wenn Sie bereit sind, Ihre bisherige Welt ein wenig zu hinterfragen, lade ich Sie ein, diesen Artikel bis zum Ende zu lesen.
Dieser Artikel ist bewusst zweideutig formuliert. Das Bewusstsein am Anfang können Sie mit Gott gleichsetzen oder auch nicht. Die Aussagen und Schlussfolgerungen treffen in beiden Fällen zu.
Das anfängliche Bewusstsein und warum es einen Schöpfungsvorgang initiieren sollte
Am Anfang war ein Bewusstsein
Beginnen wir am Anfang der Dinge. ==Am Anfang war Gott==, so die Bibel indirekt im Genesisbericht (==Verweis==). Wir können diese indirekte Aussage des Alten Testaments so stehen lassen oder sie allgemeiner fassen: Am Anfang war ein Bewusstsein, das alles ausfüllte. In diesem Sinne ist „Unendlich“ also „Alles“.
Ob „Unendlich“ und „Alles“ gleichzusetzen sind, ist im hier erörterten Zusammenhang keine nebensächliche Frage. Die Philosophie ist sich darüber nicht einig. Es gibt verschiedene Auffassungen (==Verweis==), darunter auch die, dass „Unendlich“ und „Alles“ austauschbare Wörter sein können. Ich habe mich für die Gleichheit beider Begriffe entschieden, weil sich dadurch einige bedeutende Probleme später besser erklären lassen. Außerdem verursacht die Gleichheit weniger logische und theologische Folgeprobleme.
Wir halten also fest: Am Anfang war ein Bewusstsein, das alles umfasste, alles war und deshalb auch alles wusste. Das, was wir heutigen Menschen als Raum und Zeit verstehen, füllte dieses Bewusstsein bereits zu 100 % aus.
Wäre dem nicht so, wäre dieses Bewusstsein bzw. Gott vor dem (ersten) Genesisprozess nicht allgegenwärtig gewesen. Das würde später in der vergleichenden Religionswissenschaft und in den jeweiligen Theologien der Religionen zu Komplikationen und Inkonsistenzen führen. Dieses Fass möchte ich gar nicht erst aufmachen.
Das Bild vom Wasserplaneten
Wie können wir uns Gott oder das Urbewusstsein allein, ohne irgendetwas anderes, vorstellen? Können wir eine derartige Existenz überhaupt beschreiben? Vielleicht so: Stellen Sie sich vor, der Planet Erde bestünde nur aus Wasser. Es wäre eine einzige große Wasserkugel, die stillsteht. Es gibt keine Strömungen und keine Veränderungen. Einfach nichts. Stillstand. Stagnation. Man ist alles und füllt alles aus. Man weiß alles über sich, über seinen „Wasserplaneten“, da man er selbst ist.
Das Wort „Wasserplanet“ verleitet uns, diese Wasserkugel als begrenzt zu betrachten. Behalten wir deshalb im Bewusstsein, dass sie in Wahrheit der gesamte Kosmos ist, also alles, ohne irgendeine Ausnahme. Dieses Bewusstsein füllt alles zu 100 % aus. Bildlich gesprochen gibt es keinen Fleck, der nicht vom Bewusstsein erfüllt ist. Es gibt also auch keine Insel. Einfach nichts. Nur Bewusstsein pur, das in sich ruht, weil es alles selbst ist.
Gibt es im Urbewusstsein ein „Ich“ und ein „Du“?
Die nächste Frage lautet: Gibt es auf diesem „Wasserplaneten“ mehrere „Ich“ und „Du“? Gibt es innerhalb dieses einen Bewusstseins also personale Identitäten und dadurch auch Differenzierungen? Die Religionen sind da unterschiedlicher Auffassung. Das konstantinische Christentum bejaht dies mit seiner Trinitätslehre, der Islam verneint es strikt (==Verweis Koran==).
Ich selbst favorisiere die Version, dass dieses Bewusstsein allein ist. Es gibt keine personale oder identitäre Trennung in ihm. Dieses eine Urbewusstsein am Anfang füllt also alles aus, ist alles selbst und weiß auch alles über sich selbst. Denn außer dem Selbst des Bewusstseins, das alles ist und alles ausfüllt, gibt es nichts anderes.
Wie ist es, ganz allein zu sein?
Wie ist das Leben dort, das wir Menschen mit Begriffen wie „Pleroma“, „Jenseits“, „Himmel“ oder „Paradies“ beschreiben? Wie ist es, ganz „allein“ zu sein? Hier einige Gedankenhilfen:
- Setzen Sie sich einmal in einen wirklich schallisolierten Raum, in den kein Geräusch hineindringt. Sie hören gar nichts und sprechen gar nichts, da Sie allein sind und Ihnen außer Selbstgesprächen nichts übrig bleibt.
- Wie ist es, nie mit jemandem Poker spielen zu können, weil alle Beteiligten auf Computerbildschirmen live die Karten der Mitspieler angezeigt bekommen?
- Selbst wenn es in diesem Bewusstsein wie bei der konstantinischen Trinitätslehre eine Separierung in unterschiedliche Entitäten geben sollte: Spielt diese Separierung noch eine Rolle, wenn man alles über den anderen weiß? Ja, wenn sogar, so das Dogma, die eine Person zu 100 % auch die andere Person ist? Ist dann überhaupt noch eine Separierung vorhanden, oder ist man dann doch nur ein einziges Bewusstsein?
- Wie ist es, alles zu wissen und keine Neugier zu haben?
- Wie ist es, nie jemandem ein Überraschungsgeschenk machen zu können, weil der andere immer sofort Bescheid weiß? Und umgekehrt nie überrascht werden zu können?
- Wie sehen Gemeinschaft und Kommunikation in einer solchen Situation aus? Findet Kommunikation überhaupt statt, wenn man alles weiß, nichts Unbekanntes gibt und alles schon gesprochen worden ist?
Wie ist es, Gott selbst im Himmel oder Paradies zu sein? In menschlichen Worten gesprochen: Kann einem da nicht auch die Decke auf den Kopf fallen?
Die Frage des Urbewusstseins: Wie ist es, nicht alles zu sein?
Im Streit zwischen Islam und konstantinischem Christentum favorisiere ich die Variante, dass es am Uranfang nur ein einziges Bewusstsein gab. Angesichts der vorangegangenen Überlegungen wird sich dieses Bewusstsein vermutlich gefragt haben, wie es wäre, nicht alles auszufüllen und nicht alles selbst zu sein. Das allwissende Bewusstsein wird sich also gefragt haben:
Wie ist es eigentlich, etwas nicht zu wissen? Und nicht „Selbst“ zu sein? Wie ist es, jemand anderes zu sein? Jemand, den es überhaupt nicht gibt? Und der dann auch nicht „Ich Selbst“ ist?
Der Wunsch nach Erfahrung als Motiv der Schöpfung
Dieses eine Urbewusstsein, das „alles“ ausfüllte und „alles“ auch deshalb wusste, weil es alles umfasste, was überhaupt existierte, nämlich nur sich selbst, beschloss eines Tages, etwas Neues zu schaffen. Etwas, das dem Anschein nach nicht es „selbst“ war.
Das klingt zunächst widersprüchlich. Wie sollte ein allwissendes Bewusstsein, ein allwissender Gott, etwas nicht wissen? Weiß Gott etwa nicht, wie es ist, in Wissen und Erfahrungswelt begrenzt zu sein? Ich denke: Nein. In diesem einen Punkt war das Bewusstsein und somit Gott selbst nicht allwissend. Um das zu ändern, wird das Bewusstsein beschlossen haben, die ihm fehlende Erfahrung selbst zu sammeln. Das wird der mutmaßliche Zweck des ersten Schöpfungsprozesses gewesen sein.
Ist ein Schöpfungsvorgang ein Limitierungsvorgang oder ein Erweiterungsvorgang?
100 % bleiben 100 %
Damit kommen wir zu einer wichtigen Frage, die nicht nur abstrakt philosophisch ist: Ein Bewusstsein füllt bereits das aus, was wir als Raum und Zeit bezeichnen, also 100 % der Raumzeit und 100 % von „Alles“. Es startet nun einen Schöpfungsvorgang. Was bedeutet das?
Kommt jetzt zu „Alles“ etwas dazu? Geht das überhaupt? Selbst bei Gott? Ich denke nicht! Auch bei Gott sind 100 % eben 100 %. Auch bei Gott gibt es kein
2 x „Alles“ oder 2 x „Unendlich“
und auch kein
1 x „Alles“ + irgendetwas anderes, das man im Schöpfungsakt geschaffen hat.
Also auch bei Allah im Islam oder bei Jesus Christus in der konstantinischen Kirche sind 100 % nur 100 %. Ich führe diese Limitierung aus philosophischen Gründen ein aber auch deswegen, weil bedeutsame Folgeprobleme uns dadurch ersparrt bleiben. Dennoch hoffe ich, dass mir hier nicht die Beschränkung einer göttlichen Allmacht vorgeworfen wird.
Der Schöpfungsakt als Begrenzungsakt
Wenn es bei Gott bzw. dem Bewusstsein aber kein
2 x „Alles“
geben kann, bedeutet das umgekehrt, dass ein Schöpfungsakt eine Begrenzung ist. Wenn das Bewusstsein zuvor „Alles“, also 100 %, ausfüllte, zieht es sich im Schöpfungsakt zurück und nimmt nun beispielsweise nur noch 95 % von „Allem“ ein. Die übrigen 5 % überlässt es seiner neuen Schöpfung.
Was hat der Energieerhaltungssatz der Physik mit der Erschaffung von personalen Identitäten im Schöpfungsprozess zu tun?
Die Erschaffung bewusster Identitäten
Damit kommen wir zur Problematik der Erschaffung von bewussten Identitäten. Voraussetzung ist, dass ein Bewusstsein sich begrenzt und Raum für etwas anderes geben möchte. Diese geschaffene bewusste Entität, eine Person, soll ein anderes Bewusstsein haben. Sie soll nicht Gott, Allah oder welcher Gott auch immer sein. Sie soll nicht alles wissen und nicht alles in Vollmacht tun können.
Ein Axiom: Ein Bewusstsein lässt sich nicht vernichten
Das Problem ist: Wie verschwindet ein Bewusstsein das bereits alles ausfüllt und alles ist? Und hier wird es knifflig, denn ich muss ein Axiom aufstellen. Für die Nicht-Philosophen unter uns: Ein Axiom ist eine Behauptung, die ich als wahr hinstelle und auf der ich meine ganze Argumentationskette aufbaue. Der Vorteil bei Axiomen ist: Ich muss das Axiom nicht beweisen können, einfach weil derartige Axiome schwer oder gar nicht beweisbar sind.
Leider muss man auch in der Wissenschaft oft mit unbewiesenen Axiomen arbeiten. Und vermutlich verschweigt die Wissenschaft öfter, als uns lieb ist, dass gesicherte und angeblich „bewiesene“ Erkenntnisse auf der Basis eines Axioms hergeleitet worden sind. In Wahrheit ist dann nichts bewiesen, und es handelt sich nur um Spekulation.
Für mich fühlt sich dieser Umstand dann wie Wissenschaftsbetrug an. Denn wenn ich am Ende eine Spekulation als wissenschaftlichen Beweis deklariere, behaupte ich eine Objektivität, die so nicht gegeben ist. Das ist nichts anderes, als würde ich als Wissenschaftler die Laborwerte nicht messen, sondern passend zu den Erwartungen des Finanziers meiner Studie ins Protokoll schreiben. Diese Auffassung zu nicht offen deklarierten Axiomen muss nicht jeder teilen. Ich tue es aber. Das soll jedoch nicht Thema dieses Artikels sein.
Wir halten also fest: Ein Axiom ist nur eine Spekulation, die ich nicht beweisen kann, die ich aber benötige, um meine Argumentation darauf aufzubauen. Die Wissenschaft hat den Begriff des "Axioms" eingeführt, weil er sich bedeutsam anhört und niemand weiß, dass es eine Spekulation ist.
Kommen wir aber zur Philosophie zurück: Was ist nun meine unbewiesene Spekulation? Hier ist sie:
Wie im Großen, so im Kleinen.
Oder anders formuliert:
Wie oben, so auch unten.
Woher das Axiom stammt
Woher nehme ich dieses Axiom? Beispiele aus unserer Natur zeigen es:
1. Zellteilung in der Biologie. Wenn sich biologische Zellen teilen, ist die Genetik der Tochterzelle mit der der Mutterzelle identisch.
2. Energieerhaltungssatz. Energie kann nur in andere Formen umgewandelt werden. Sie kann weder verschwinden noch aus dem Nichts auftauchen.
Nach meinem Axiom setzen sich die Gesetzmäßigkeiten des ersten Genesisprozesses, in dem aus dem Selbst 1 ein differenziertes Selbst 2 entstand, in den weiteren Genesisprozessen fort und erfahren nur kleinere Änderungen. Wenn wir also hier unten in unserer Wirklichkeit, am Ende der Schöpfungskette, so etwas wie einen Energieerhaltungssatz in der Physik haben, kann man durch mein Axiom darauf schließen, dass es oben, am Beginn der Genesiskette, ein entsprechendes Äquivalent gibt: Ein Bewusstsein kann nicht verschwinden. Die materielle, körperliche Schöpfung lässt sich somit als Schattenbild der eigentlichen Gesetzmäßigkeiten „oben“ verstehen.
Die Konsequenz: Ein Bewusstseinsklon
Wenn nun die Zellteilung zu genetisch identischen Tochterzellen führt, wird auch eine Differenzierung des Selbst 1 zu einem Selbst 2 wieder zu einem 100%igen Selbst 1 führen. Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ist der Schöpfungsprozess in seinem Zweck gescheitert, nämlich eine tatsächlich getrennte, bewusste und personale Entität zu schaffen. Oder man landet bei schwer verständlichen Konzepten wie der Trinität, die sich dem Verstehen entziehen.
Es gibt aber noch eine dritte Möglichkeit, wenn man konsequent zu Ende denkt. Im Genesisprozess wird etwas eingeführt, das am Ende tatsächlich zu einer getrennten Bewusstseins-Entität führt: Ein Filter bzw. Filtermechanismus, der dem Selbst 2 das wegnimmt, was es eigentlich ausmacht. Denn Selbst 2 ist ja Selbst 1. Nur ist Selbst 2 sich dessen nicht bewusst, weil der Filtermechanismus es daran hindert oder, anders ausgedrückt, täuscht.
Durch diese Täuschung nimmt Selbst 2 an, jemand anderes zu sein als Selbst 1. Es kann sogar so weit gehen, dass Selbst 2 gar nicht ahnt, dass Selbst 1 überhaupt da ist.
Dass dieses Axiom nicht aus der Nase gezogen ist, zeigen diverse Naturprozesse und religiöse Schriften. Unter anderem im Islam ist das von mir postulierte Axiom zu erkennen, auch wenn es nicht Schwerpunkt der islamischen Lehre ist (==Verweis==).
Das Hologramm-Prinzip und der Informationsverlust
Ein Hologramm ist eigentlich eine Miniaturkopie von etwas Größerem. Allerdings kennt die Physik auch den Umstand, dass es in Hologrammen zu minimalen Informationsverlusten kommt. Philosophisch lässt sich das so deuten, dass hier der Filtermechanismus zum Tragen kommt. Der Filtermechanismus ist somit elementarer Bestandteil des Schöpfungsprozesses, und zwar vom ersten Genesisprozess an bis jetzt hier bei uns auf der Erde am anderen Ende der Schöpfungskette.
Die Konsequenzen des Filtermechanismus
Die dreigeteilte Natur des Menschen
Der Filtermechanismus führt am Ende zu einer dreigeteilten Natur des Menschen. Das konstantinische Christentum geht von einer Einheit aus Geist, Seele und Körper (Materie) aus. Interessant ist, dass „Geist“ und „Seele“ seitens der konstantinischen Theologie nicht fest definiert werden. Das macht es schwerer oder einfacher zugleich. Für mich ist es einfacher, weil die Kirche meine Auffassung nicht wirklich kritisieren kann. Bevor sie das tut, soll die konstantinische Theologie erst einmal ihre Begriffe „Geist“ und „Seele“ definieren und mir dann mit diesen Definitionen antworten.
Im Kontext dieses Artikels ist es so:
- Der Geist ist das von Selbst 1 differenzierte Selbst 2. Er ist das, was der Mensch eigentlich ist.
- Die Seele ist der Filtermechanismus. Er ist eine eigene bewusste Entität und das täuschende „Ich“. Er ist auch für den permanenten Gedächtnisverlust beim Menschen verantwortlich.
- Der Körper ist die Integrierung des Selbst 2 in die Materie.
Der göttliche Funke in den Religionen
Die gnostischen Christen würden für den Geist „göttlicher Funke“ sagen. Auch wenn ich in diesem Artikel wegen meines Axioms von einer eigentlichen Wesensgleichheit von Selbst 1 und Selbst 2 ausgehe, gibt es deutliche Entsprechungen in anderen Religionen. Der göttliche Funke hat ein wenig theologische Sprengkraft, weil er postuliert, dass Selbst 1 und Selbst 2 in ihrem Wesen identisch sind, auch wenn Selbst 2 sich dessen wegen des Filtersystems nicht bewusst ist.
Wie die verschiedenen Religionen zu einem hypothetischen göttlichen Funken stehen, hat Claude Code für uns in einer Obsidian-Notiz zusammengefasst. Wer möchte, kann die Antwort dort studieren. Ich habe sie auf der Homepage freigeschaltet (==Verweis==). Hier kann ich sie nur selektiv und in Kurzform interpretieren:
Islam. Allah haucht dem Menschen seinen Geist ein. Ich könnte das als Bestätigung meines Artikels hernehmen, wenn die islamische Theologie nicht strikt eine Wesensverschiedenheit von Allah und seiner Schöpfung postulieren würde. Ungeachtet dessen ist es faszinierend, wie nah das „Geisteinhauchen“ sprachlich an meinen Ansichten liegt.
Konstantinisches Christentum. Der Geist Gottes wohnt im Menschen bzw. im Christen. Die Frage stellt sich weiter: Was bedeutet es, nach dem Bild Gottes geschaffen zu sein? Könnte man nicht auch im heutigen konstantinischen Christentum einen göttlichen Funken hineininterpretieren, auch wenn das die aktuelle kirchliche Dogmatik deutlich durcheinanderbringen könnte?
Buddhismus. Er geht davon aus, dass in jedem Menschen „buddhadhātu“ möglich ist. Die wahre Essenz des Menschen ist dabei durch eine Schicht von Täuschungen verborgen, was meinem Filtermechanismus entspricht. Als Leser sollten Sie wissen, dass der Buddhismus keinen Gott kennt und deshalb keine religiöse Verehrung durchführt. Streng genommen ist er eine Philosophie und keine Religion.
Hinduismus. Wie die gnostischen Christen spricht er von einem göttlichen Funken in jedem Menschen.
Wir halten also fest: Die Idee, dass der Mensch einen göttlichen Funken in sich trägt, lässt sich aus Islam, Christentum, Hinduismus und Buddhismus ableiten. Selbst 1 und Selbst 2 sind im gnostischen Christentum tatsächlich wesensgleich. Der Buddhismus sagt das Gleiche, mit der Einschränkung, dass er keinen Gott kennt. Im Islam wird dem Menschen der Geist Allahs eingehaucht, auch wenn die Islamgelehrten keine Wesenseinheit von Allah mit seiner Schöpfung erkennen. Und im konstantinischen Christentum wohnt der Geist Gottes direkt im Menschen.
Das „Ich“ ist nicht das wahre Ich
Ich möchte langsam zum Ende meines Artikels kommen. Eine zentrale Aussage ist die Dreiteilung der menschlichen Natur in Körper, Geist und Seele. Mit der Seele wurde ein Filtermechanismus identifiziert, der eine eigene bewusste Entität darstellt. Die Seele ist also nicht das wahre „Ich“. Das wahre „Ich“ von mir ist das „Selbst“, also der Geist des Menschen. Die Seele hingegen ist eine andere, separate bewusste Entität. Sie filtert dem „Selbst“ vieles weg, damit es nicht erkennen kann, eigentlich ein separierter Teil von Selbst 1 zu sein.
In der Praxis führt das dazu, dass Selbst 2 nicht weiß, dass ihm das „Ich“ vorgelagert ist. Das „Ich“ gibt einen Gedanken ein wie: „Meine Frau betrügt mich bestimmt.“ Das Selbst ahnt nicht, dass das „Ich“ als separate Bewusstseins-Entität vorhanden ist, und hält den Gedanken für seinen eigenen. Dadurch wird das Selbst 2 vom „Ich“ beständig getäuscht.
Warum das „Ich“ das tut, bleibt anderen Artikeln auf meiner Homepage vorbehalten. Nur vorab so viel: Häufig stellen sich Menschen die Frage, woher das Böse auf der Erde stammt. Die Religionen geben darauf eigentlich keine Antworten. Wenn sie etwas dazu sagen, sind es abstrakte Begrifflichkeiten wie „Sünde“, „Erbsünde“ oder „Schwäche“, hinter denen ganze Theologien und Philosophien als Rattenschwanz hergezogen werden müssen, um sich eine denkbare Antwort zusammenzuhalluzinieren.
Ich hingegen weise dem „Ich“ die Verantwortung für das Böse auf der Erde zu und betone ausdrücklich, dass dieses „Ich“ nicht wir sind. Wir sind das „Selbst“. Wir sind nicht das „Ich“.
Hinweise in der Literatur und in der Geschichte
Neben den Andeutungen in philosophischen und religiösen Texten gibt es auch in der Literatur Hinweise auf das „Ich“ als separate Bewusstseins-Entität. Erwähnen möchte ich Castanedas Voladores und die psychologischen Differenzierungen der menschlichen Persönlichkeit in zwei separate Bestandteile. Allerdings hat diese Zweiteilung der menschlichen Psyche in diesem Kontext meistens nichts damit zu tun, dass der eine Teil hinterhältig und böse die Kontrolle übernimmt. Als Minderheitenmeinung wird aber auch das in der Psychologie vertreten.
Auch die Geschichte liefert möglicherweise einen Hinweis. Ich behaupte in meinem Artikel, dass die zahlreichen differenzierten „Selbste“, die meistens nicht wissen, wer sie sind und wo sie sind, zusammen mit dem Anfangs- oder Urbewusstsein ein „Uns“ bilden. Früher kannte man diesen religiösen bzw. philosophischen Hintergrund von „Selbst“ und „Ich“ wohl noch und sprach deshalb bewusst nicht vom „Ich“, sondern vom „Uns“. Die ganze Gesellschaft sprach so, nicht nur besondere Herrscher oder Würdenträger. Diese Gepflogenheit ist unter dem Begriff „Pluralis Majestatis“ bekannt. Allerdings kann ich diese Interpretation, die ich aus Intuition gewonnen habe, nicht belegen. Zumindest bekomme ich von Wikipedia in diesem Punkt keine Unterstützung (==Verweis Wikipedia==).
Was wir gelernt haben
Wir haben in diesem Artikel gelernt, wie es am Anfang vor dem ersten Schöpfungsprozess gewesen ist: Ein Urbewusstsein, das alles war, alles ausfüllte und alles über alles wusste. Dieser Urzustand wollte erfahren, wie es ist, limitiert zu sein, also nicht alles auszufüllen und nicht alles zu wissen.
Um uns dieser schwierigen Frage zu nähern, haben wir Axiome festgelegt, die auf unserer Alltagserfahrung beruhen und als Basis der Argumentation dienen. Der Energieerhaltungssatz führte uns zu dem Schluss, dass ein alles ausfüllendes Bewusstsein am Ende nur sich selbst replizieren kann. Die philosophische Betrachtung der Begriffe „Unendlich“ und „Alles“ zeigte uns außerdem, dass ein Schöpfungsvorgang eine Begrenzung des Schöpfers zur Folge hat. Wäre dem nicht so, könnte der Schöpfer zu Beginn des Schöpfungsprozesses nicht allgegenwärtig gewesen sein.
Schöpfung wurde so als Differenzierung des Bewusstseins von Selbst 1 von sich selbst erkannt. Da die neuen, differenzierten Selbste nicht dasselbe Bewusstsein wie das ursprüngliche haben sollten, wurde im Rahmen des Schöpfungsprozesses eine separate Entität geschaffen: Das „Ich“. Seine Aufgabe ist es, dem differenzierten Selbst eine falsche Identität vorzutäuschen. Das geht nicht anders, weil Bewusstsein nicht verschwinden kann. Ein separiertes, differenziertes Bewusstsein ist im Kern wesensgleich mit dem Ursprungsbewusstsein. Deshalb ist die täuschende Entität zwingend erforderlich.
Welche offenen Fragen wirft dieser Artikel auf?
In diesem Artikel stelle ich die Behauptung auf, dass das „Ich“ die Ursache des Bösen auf der Erde ist. Der Artikel war nicht dazu gedacht, diese Behauptung zu begründen. Das wird in anderen Artikeln auf meiner Homepage geschehen. Dabei wird auch untersucht werden, inwieweit diese Bosheit unserer Welt ursprünglich vom Urbewusstsein „Selbst 1“ vorgesehen war.
War all das Böse ursprünglich vom Selbst 1 geplant? Oder ist etwas passiert, womit Selbst 1 nicht gerechnet hat, und hat sich womöglich der Filtermechanismus des „Ich“ verselbstständigt? Wenn dem so wäre: Wie ist das mit der Allwissenheit von Selbst 1 vereinbar?
Datum: 2026-10-19 Zeit: 12:35 · sonnet-5-5
Antwort
Die zweite Überarbeitung steht direkt unter der Überschrift „# 4 Zweite Überarbeitung von Sonnet 5.5“. Das „# 3. Folgeoriginal“ blieb unverändert.
Was geändert wurde: Rechtschreibung, Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung, „das/dass“, Satzbau und Ausdruck. Die Überschriften beginnen ab Ebene 2 (##), darunter stehen Zwischenüberschriften der Ebene ###. Die Reihenfolge der Abschnitte ist die Ihres Folgeoriginals.
Wie die Textteile verbunden wurden: - Der Abschnitt „Was hat der Energieerhaltungssatz … zu tun?“ ist jetzt gegliedert in Axiom → Herkunft des Axioms → Konsequenz (Bewusstseinsklon, Filtermechanismus) → Hologramm. So wird die Überschrift im Text auch beantwortet. - Die lose Aufzählung zu Geist, Seele und Körper steht jetzt im Abschnitt „Die dreigeteilte Natur des Menschen“, bevor der göttliche Funke behandelt wird. Dadurch sind „Geist“, „Seele“ und „Ich“ gleich zu Beginn definiert und werden später nicht erneut erklärt. - Die Religionen (Islam, Christentum, Buddhismus, Hinduismus) stehen jeweils in einem eigenen kurzen Absatz mit fett gesetztem Stichwort. - „Was wir gelernt haben“ ist auf Ihre aktuelle Begrifflichkeit (Filtermechanismus, „Ich“, Selbst 1/Selbst 2) abgestimmt und in drei Absätze gegliedert. - Die Zwischenüberschrift „Hinweise in der Literatur und in der Geschichte“ fasst Castaneda, Psychologie und das „Uns“ zusammen.
Platzhalter, die stehen geblieben sind: X, Y, A und Z im Einleitungsabsatz, alle ==Verweis==-Markierungen (Genesis, Philosophie zu „Alles/Unendlich“, Koran, Islam beim Axiom, Obsidian-Notiz zum göttlichen Funken, Wikipedia) sowie der Vermerk „Hier noch ausführen: Unschärfe bei Hologrammen“.
Nicht mehr enthalten, weil im Folgeoriginal nicht mehr vorhanden: der abgebrochene Satz „Warum verursacht sie …“, die Stichpunkte zur Weiterarbeit (Evolution/kognitive Fähigkeiten) und der Verweis auf die Fußnote mit der Recherche zu „Alles“ und „Unendlich“. Bitte prüfen Sie, ob das so gewollt ist.
Inhaltliche Hinweise (nichts davon wurde geändert): 1. „Am Anfang war Gott“ ist keine wörtliche Genesis-Stelle (Gen 1,1: „Am Anfang schuf Gott …“). Sie schreiben „indirekt“, das trägt. Beim Verweis bitte die Stelle nennen. 2. Der Absatz zum „Wissenschaftsbetrug“ ist auch in der abgemilderten Fassung sehr scharf und kann Leser angreifbar machen. 3. Die Aussage, die ganze Gesellschaft habe früher im Plural „Uns“ gesprochen, ist historisch fraglich. Sie kennzeichnen sie selbst als nicht belegt. 4. Die Aussage „Die Physik kennt Informationsverluste in Hologrammen“ sollten Sie beim Ausführen mit einer Quelle belegen, sonst wirkt sie wie eine Behauptung. 5. In der Einleitung versprechen Sie einen „Philosophie-Krimi“. Im Text kommt der Krimi-Charakter erst später auf. Eventuell einen kurzen Spannungsbogen schon im ersten Abschnitt andeuten.
Datum: 2026-10-26 Zeit: 10:29 · sonnet-5-5
Antwort
Die Fußnoten stehen in der veröffentlichten Notiz Schöpfungsüberlegungen - Teil 1 (nicht im Entwurf). Ich habe sie dort nach der Reihenfolge ihres ersten Auftretens im Text neu nummeriert. Der Fließtext wurde nicht verändert, nur die Fußnotenmarken und die Fußnotenliste am Ende.
| Neu | Alt | Fundstelle im Text | Inhalt |
|---|---|---|---|
| [^1] | [^1] | „… im Genesisbericht" | 1 Mose 1:1 |
| [^2] | [^2] | Recherche „Alles" und „Unendlich" | 2026-10-18_09-35-59_begriffe_unendlich_und_alles_recherche_von_sonnet |
| [^3] | [^3] | „… der Islam verneint es strikt." | 2026-10-25_10-05-49_ablehnung_trinitaet_im_islam |
| [^4] | [^6] | „… schwer oder gar nicht beweisbar sind" (Axiom) | 2026-10-19_06-44-02_wie_oben_so_auch_unten_im_islam_recherche_von_sonnet |
| [^5] | [^4] | „Ich habe sie auf der Homepage freigeschaltet" (göttlicher Funke) | 2026-10-19_11-15-02_goettlicher_funke_in_buddhismus_hinduismus_und_islam |
| [^6] | [^5] | „… von Wikipedia … keine Unterstützung" | Pluralis Majestatis – Wikipedia |
Geändert: die drei Marken im Text (alt 6 → 4, alt 4 → 5, alt 5 → 6) und die Reihenfolge der Fußnotenliste am Ende.
Auffällig (nicht geändert): Die Wikipedia-Fußnote (jetzt [^6]) ist fehlerhaft aufgebaut, der Linktext steht doppelt ([Pluralis Majestatis – Wikipedia](h[Pluralis Majestatis – Wikipedia](https://…)). Der Link funktioniert vermutlich nicht. Soll ich das berichtigen?
Datum: 2026-10-26 Zeit: 10:32 · sonnet-5-5
Antwort
Der Wikipedia-Link in Fußnote 6 von Schöpfungsüberlegungen - Teil 1 ist berichtigt. Vorher stand der Linktext doppelt und die Klammer war falsch aufgebaut. Jetzt lautet die Fußnote:
[^6]: [Pluralis Majestatis – Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Pluralis_Majestatis)
Sonst wurde nichts geändert.
Datum: 2026-10-26 Zeit: 10:45 · sonnet-5-5
Antwort
YAML ausgefüllt und die Notiz mit der Abschlussprüfung (Trigger 06) abgeschlossen. Die Einzelergebnisse stehen unter „## Hinweise der KI zum Abschluss-Workflow einer Notiz“.
Geändert im YAML: bearbeitungszeit (08:15:00, berechnet aus den Bearbeitungsindexen), personen, stichworte, referenzen sowie die fünf abschluss_yaml_*-Felder. Die Bearbeitungsindexe waren bereits vollständig und blieben unverändert. In # Verlinkungen wurde ein Link ergänzt.
Datum: 2026-10-26 Zeit: 10:52 · sonnet-5-5
Antwort
Gesamte Bearbeitungszeit für „Schöpfungsüberlegungen – Teil 1“: 9 Stunden 45 Minuten (09:45:00).
Gesucht wurde im ganzen Vault nach projekt_kennung: hp_schoepfungsueberlegungen_01. Es gibt sieben Notizen mit dieser Kennzeichnung:
| Notiz | bearbeitungszeit |
|---|---|
| Schöpfungsüberlegungen Teil 1_Entwurf | 08:15:00 |
| 2026-10-18_09-35-59_begriffe_unendlich_und_alles_recherche_von_sonnet | 00:30:00 |
| 2026-10-19_11-15-02_goettlicher_funke_in_buddhismus_hinduismus_und_islam | 00:20:00 |
| 2026-10-19_06-44-02_wie_oben_so_auch_unten_im_islam_recherche_von_sonnet | 00:15:00 |
| 2026-10-25_10-05-49_ablehnung_trinitaet_im_islam | 00:15:00 |
| 2026-10-18_13-25-32_differenzierung_gott_im_genesisprozess_recherche_claude_code | 00:10:00 |
| Schöpfungsüberlegungen - Teil 1 (veröffentlichter Artikel) | leer = 0 |
| Summe | 09:45:00 |
Rechnung: 8:15 + 0:30 + 0:20 + 0:15 + 0:15 + 0:10 = 9:45.
Hinweise:
- Nicht mitgezählt sind die Notizen 2026-10-17_19-02-30_bedeutung_von_sexualitaet_im_hinduismus und 2026-10-18_09-13-01_morgenspaziergang_kosmologische_grundgleichung_1. Sie sind in den Referenzen verlinkt, tragen aber nicht die projekt_kennung hp_schoepfungsueberlegungen_01.
- Der veröffentlichte Artikel hat kein ausgefülltes Feld bearbeitungszeit; er trägt nichts zur Summe bei.
- Die Zeit dieses Auswertungs-Prompts (10:52) ist in den 8:15 des Entwurfs nicht enthalten, sofern Sie sie nicht nachtragen.