Grundlagen unserer Realität 1 - Bezugssysteme, Beobachtung und Bewegung entwurf

Entwurfsnotiz im Originalzustand: Grundlagen unserer Realität 1 - Bezugssysteme, Beobachtung und Bewegung_entwurf

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  - 2026-10-21
  - 2026-10-22
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Datum Wochentag Beginn Ende Zeitdauer Zeitabzug Hinweis
2026-10-21 Mittwoch 09:44 11:15 01:29:00 00:00:00
2026-10-22 Donnerstag 09:30 10:55 01:25:00 00:00:00
2026-10-23 Freitag 06:00 06:30 00:30:00 00:00:00

Tagesreport

Hinweise

Hinweise zum YAML oder zur EDV-Methodik

Hinweise der KI zum Abschluss-Workflow einer Notiz

Abschlussprüfung 2026-10-23 06:15 · sonnet-5-5

Nächster Arbeitsschritt

Andere Hinweise

Aufgabe

Referenzen

Verlinkungen

Grundlagen unserer Realität 1 - Bezugssysteme, Beobachtung und Bewegung

Videobeschreibung

Promptentwicklung

Datum: 2026-10-22 Zeit: 10:24 · sonnet-5-5

02; p2; x; Grundlagen unserer Realität 1 - Bezugssysteme, Beobachtung und Bewegung_entwurf; Unterhalb der Überschrift # 1. Originalentwurf befindet sich ein Artikelentwurf für meine Homepage. Berichtigen Sie Ausdruck und Rechtschreibung und fügen Sie noch passende Überschriften mit ein. Prüfen sie, ob der Artikel in sich flüssig zu lesen ist oder ob es "Inhaltsbrüche" gibt, wo man erkennen kann, dass dieser Artikel in Blöcken zu unterschiedlichen Zeiten verfasst worden ist. Wenn ja, glätten Sie diese Brüche, sodass ein einziger zusammenhängender Artikel vorhanden ist. Meinen Originalentwurf lassen Sie unverändert. Ihre Berichtigungen schreiben Sie bitte unterhalb der Überschrift # 2. Erste Überarbeitung von Sonnet 5.5 rein. Danke; x;


Datum: 2026-10-23 Zeit: 06:15 · sonnet-5-5

06; p2; x; Grundlagen unserer Realität 1 - Bezugssysteme, Beobachtung und Bewegung_entwurf; x; x;


Datum: 2026-10-23 Zeit: 06:27 · sonnet-5-5

02; p2; x; Grundlagen unserer Realität 1 - Bezugssysteme, Beobachtung und Bewegung_entwurf; Stellen Sie den Artikel in der Notiz Grundlagen unserer Realität 1 - Bezugssysteme, Beobachtung und Bewegung online. Verlinken Sie diesen Artikel mit dieser Notiz hier und stellen Sie diese auch online, nachdem Sie diesen Prompt protokolliert haben. Der Artikel soll auf der Homepage unter Publikationen erscheinen. Die Transparenznotiz wie gewohnt unter Transparenz. ; x;


Übersicht der Kernaussagen oder Kernfragen der Notiz

Erwähnte Personen

Erwähnte Orte

Erwähnte Institutionen

Gestellte Fragen chronologisch sortiert

Eingebettete Bilder

Sachverhaltsdarstellung

Datum: 2026-10-22 Zeit: 10:24 · sonnet-5-5

Antwort

Der Originalentwurf unter „# 1. Originalentwurf“ ist unverändert. Die überarbeitete Fassung steht unter „# 2. Erste Überarbeitung von Sonnet 5.5“ (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Ausdruck, neue Zwischenüberschriften).

Inhaltsbrüche, die geglättet wurden: 1. Wechsel der Anrede: „man“, „ich“, „wir“ und „Sie“ wechselten ohne erkennbaren Grund. Jetzt: „wir“ für das Gedankenexperiment, „ich“ für persönliche Beobachtungen, „Sie“ nur für die direkte Ansprache der Leser. 2. „Kosmologie“ und „Physik“ wurden im Mittelteil mal gleichgesetzt, mal getrennt; das ist vereinheitlicht. 3. Gemini/„Ontologie“: Der Satz klang wie ein eingeschobener Zettel. Der Begriff wird jetzt kurz erklärt, Ihre Unsicherheit bleibt erhalten. 4. Übergang zu den Materialisten und zu „vorne/hinten“: Es fehlten Brücken. „Soweit so gut …“ ist jetzt als Überleitung zur Frage „Fährt der ICE auch ohne mich?“ gestaltet. 5. TU-Berlin-/Doppelspalt-Passage: Sie wurde im Originaltext als tatsächliche Begebenheit erzählt und stand damit im Bruch zum Gedankenexperiment davor. Jetzt ist sie als weitergedachtes Gedankenexperiment („Nehmen wir an …“) formuliert, mit Hinweis, dass das Doppelspaltexperiment in der Physik mit Elementarteilchen arbeitet. 6. Schluss: „Wir kommen zum Ende“ stand vor dem Abschnitt „Definition von Wahrheit“, danach ging es noch weiter. Jetzt führt die Dreieinigkeit organisch zur Wahrheitsdefinition, am Ende folgt die Zusammenfassung.

Zur Entscheidung durch Sie (im Text nicht eigenmächtig geändert): - Die Platzhalter (==FN==) und (==Verweis …==) sind erhalten. Beim Johannes-Evangelium: Die Frage des Pilatus „Was ist Wahrheit?“ steht in Joh 18,38; Joh 18,37 ist Jesu vorherige Antwort. Prüfen Sie, welche Stelle gemeint ist. - Behauptungen wie „Mein Bewusstsein entscheidet, mit welcher Geschwindigkeit der Zug fährt“ und „kein Zug fährt vorbei, wenn ich abwesend bin“ sind Ihre philosophische These. Physikalisch ist das Doppelspaltexperiment kein Beleg dafür, dass makroskopische Objekte ohne Beobachter verschwinden; das ist eine Deutung. Die Formulierung im Text kennzeichnet es deshalb als Gedankenexperiment und Deutung, die These selbst ist unverändert. - Die Aussage „Der Materialist leugnet die Ergebnisse der Physik“ wurde abgemildert („verschließt sich den Ergebnissen“). Wenn Sie die Schärfe wollen, kann sie zurück.


Datum: 2026-10-23 Zeit: 06:27 · sonnet-5-5

Antwort

Der Artikel und diese Entwurfsnotiz sind online (Stand 06:29).


1. Originalentwurf

Wer kennt es nicht. Da sitzt man im Garten und sieht in einiger Entfernung einen ICE (==FN==) der Deutschen Bahn vorbeifahren. Zum Glück ist die Bahntrasse 1 Kilometer weit entfernt. Der Lärm ist deswegen nicht wirklich mehr störend, sodass man sich "höheren" Gedanken über die eigene Realität machen kann. Etwa in welcher Geschwindigkeit der Zug an mir vorbeigefahren ist. Wie das Schicksal es bestimmt hat, wissen wir es, weil unser Nachbar bei der Bahn arbeitet und uns mitgeteilt hat, dass hier eine sogenannte "Langsamfahrstrecke" ist. Der ICE fährt nur 80 km/h.

Was ist an diesem banalen Beispiele so interessant?

Eine Kaffetasse auf einem Tisch im ICE bewegt sich bezogen auf meiner Person in meiner Gartenlaube mit dieser Geschwindigkeit von 80 km/h an mir vorbei. Für Personen, die im ICE auf ihren Plätzen sitzen oder ohne sich zu bewegen still stehen, ist die Geschwindigkeit zur Kaffeetasse Null. Die Entfernung zur Kaffeetasse auf dem Tisch bleibt gleich, weil man sich im ICE mit der selben Geschwindigkeit an mir vorbeibewegt.

Ein Autofahrer, der mit 60 km / h neben dem ICE parallel fährt, würde aber nur eine Geschwindigkeit des Zuges von 20 km/h messen.

Und ein dem ICE entgegenkommendes Auto, das ebenfalls auch mit 80 km/h fährt, denkt sich, dass der ICE eine Geschwindigkeit von 160 km/h drauf hat.

Was lernen wir daraus? Wir lernen, dass physikalische Messergebnisse nicht von dem gemessenen Ding an sich abhängen. Die Geschwindigkeit des Zuges und der Kaffeetasse in diesem Zug ist nicht das entscheidende Ding für unsere Messergebnisse. Relevanter ist, in welchem Bezugsystem ich mich befinde! Bin ich im ICE, also in dem betreffenden Bezugssystem, das gemessen wird? Oder bin ich außerhalb? Sitze ich in meiner Gartenlaube und beobachte in 1 km Entfernung einer Bahntrasse? Oder befinde ich mich in einem fahrenden Auto parallel zum Zug?

Weiterhin ist der Bewegungsstatus von Relevanz. Fahre ich mit dem ICE in die selbe Richtung im Auto nebenher oder komme ich ihm entgegen?

Wenn aber die Geschwindigkeit des Zuges immer tatsächlich anders ist, je nachdem, wie ich mich bewusst entscheide, wo ich im Bezug auf den Zug bin, dann scheint die Geschwindigkeit nicht wirklich eine absolute Wahrheit zu sein, sondern nur irgend ein unwichtiges und austauschbares Nebenprodukt unserer Alltagsrealität.

Der Philosoph würde vermutlich sagen, dass die Geschwindigkeit des Zuges keine ontologische Wahrheit ist. "Vermutlich" deswegen, weil ich vermute, dass Ontologie der betreffende philosophische Fachbegriff ist; ich die Erläuterungen von Gemini aber nicht verstanden habe, also ich fragte, was eine ontologische Wahrheit ist.

Unser Gedankenexperiment zeigt uns aber deutlich: Die Geschwindigkeit eines Objektes scheint in der Kosmologie nicht wirklich etwas wichtiges zu sein. Denn es gibt anscheinend keine wahre Geschwindigkeit. Sie hängt immer von unterschiedlichen Dingen ab. In Wahrheit kann man somit die Geschwindigkeit nie messen. Wenn man irgend etwas misst, muss man immer Bezugssystem und Bewegungsstatus mit angeben. Alles dinge, die ich mit meinem Bewusstsein beschließe. Somit könnte man sagen: Die Geschwindigkeit der Kaffeetasse im Zug und dessen Energie ist an sich kein unabhängiger objektiver Tatbestand. Die gemessene Energie der Kaffeetasse hängt von meinem Bewusstsein ab. Mein Bewusstsein entscheidet, mit welcher Geschwindigkeit der Zug fährt. Und je nach den Entscheidungen meines Bewusstseins hat der Zug und alles in diesem System eine entsprechende Energie.

Viel interessanter und Explosiver wird es aber, wenn man nun unser Gedankenexperiment verallgemeinert. Da die Geschwindigkeit zur Physik gehört und ein physikalischer Messwert ist, der mit der Mathematik beschrieben werden kann, weiten wir diese Ergebnisse direkt auf die ganze Physik selbst aus und formulieren ganz allgemein:

Jeglicher physikalischer Messwert ist für die Kosmologie irrelevant. Egal was man in der Physik misst. Es erfolgt immer in Abhängigkeit von höhergeordneten Bedingungen. Ändern sich diese höher gelagerten Bedingungen, ändert dass unserer physikalischen Messwerte. Denn die Messwerte der Physik, egal welche, bilden an sich keine objektive Wahrheit. Man könnte Sie der Einfachheit als Schatten höherer Objekte und Prinzipien verstehen.

Wer also in der Kosmologie vorankommen will und auf der Wahrheitssuche ist, darf sich nicht mit unwichtigen Messwerten wie Geschwindigkeiten, Drehimpulsen, Entfernungen und ähnlichem zufrieden geben. Man muss an die echten Dinge versuchen ran zu kommen, die unsere physikalischen Messergebnisse tatsächlich hervorbringen. Man soll nicht auf einen Schatten oder Spiegel schauen, sondern versuchen, das Objekt oder Prinzip zu finden, dass den Schatten hervorbringt oder das Spiegelbild verursacht.

Der Materialismus lehnt dies aber ab. Für den Materialisten ist klar, dass die Geschwindigkeitsmessung beim ICE die Grundlage seiner Realität und seines Weltbildes ist. Der Materialist erkennt zwar an, dass es Albert Einstein seine Relativitätstheorie gibt und die Kaffeetasse im ICE auch aus einem fahrenden Auto heraus anders gemessen wird. Jedoch leugnet der Materialist, dass Realität oder die Ursache unserer irdischen Alltagsrealität in übergeordneten Dingen zu suchen ist. Die gemessenen Werte reichen dem Materialisten aus. Er will nicht ergründen, was die Ursache dieser Messwerte ist. Der leugnet damit die Ergebnisse der Physik.

Der Materialist leugnet, dass die Messergebnisse "Geschwindigkeit des ICE" von seiner eigenen bewussten Entscheidung als Beobachters des Zuges abhängt. Weil er es nicht wahrhaben, will, dass das Bewusstsein das eigentliche höhere Prinzip ist, das den Messwert für die Geschwindigkeit des ICE und der Kaffeetasse in diesem bestimmt und konsequent zu Ende gedacht, somit die physische Realität um uns herum selbst definiert.

In der philosophischen Konsequenz bedeutet es zu Ende gedacht, dass subjektives Erleben wie "vorne und hinten", "oben und unten", "warm oder kalt" Ergebnisse eines Filterprozesses in unserem Gehirn sind. "Vorne und hinten", "warm oder kalt", "oben und unten" sind keine eigenen an sich existierenden ontologischen Wahrheiten. Unabhängig von einem bewussten Beobachter und dessen Beobachtung existieren diese Begrifflichkeiten in der Realität überhaupt nicht.

Soweit so gut. Eigentlich habe ich doch alles plausibel begründet? Warum dann der hartnäckige Widerstand der Materialisten?

Um das zu verstehen denken wir weiter. Wenn nun mein Bewusstsein die physikalischen Messwerte des ICE definiert, der an meiner Gartenlaube vorbeifährt: Was ist dann mit dem ICE selbst? Wenn seine Geschwindigkeit kein objektiver und echter fundamentaler Wahrheitsgehalt ist: Ist der ICE dann womöglich auch nicht objektiv und fundamental da?

Um das zu klären, führen wir unser Gedankenexperiment konsequent weiter. Wir kommen nun zur Frage: Würde der ICE auch in meiner Gartenlaube vorbeifahren, wenn ich nicht dort bin und diesen beobachte? Denn das habe ich ja postuliert: Objektive Wahrheit hängt von einem Bewusstsein ab, dass entscheidet, sich in ein Bezugssystem zu begeben und eine Beobachtung zu tätigen.

Hat meine philosophische Schlussfolgerung Richtigkeit in sich, dürfte der ICE nicht an meiner Gartenlaube vorbeifahren, wenn ich nicht da bin!

Diese logische Konsequenz lehnen wir aber ab, weil es mit unserer Alltagsrealität nicht in Einklang steht. Mein Nachbar wird mir nämlich übermorgen bestätigen, dass der ICE morgen erneut zur selben Fahrplanzeit an meiner Gartenlaube vorbeigefahren ist, und das, obwohl ich gar nicht da gewesen war!

Das Problem ist aber, dass mein Nachbar nicht recht hat. Die Technische Universität Berlin hat von meinem philosophischen Gedanken erfahren und wollte diese experimental überprüfen. Das haben die Elementarteilchenphysiker der TU Berlin auch gemacht. Als ich von meiner Gartenlaube abwesend gewesen war, haben die die Bahnstrecke observiert und festgestellt, dass tatsächlich kein Zug in meiner Abwesenheit vorbeigefahren ist.

Diese Observierung der Bahnstrecke neben meiner Gartenlaube ist in der Physik unter dem Begriff "Doppelspaltexperiment" bekannt geworden.

Der Umstand, dass kein Zug der Deutschen Bahn an meiner Gartenlaube vorbeifährt, wenn ich abwesend bin, stellt unsere Alltagsrealität völlig auf dem Kopf und entthront den Materialismus und die materielle Natur.

Es ergibt unglaubliche philosophische Deutungsmöglichkeiten, die auch unmittelbar mit unserem Leben zusammenhängen und dieses Beeinflussen. Glück und Unglück in unserem Leben hängen davon ab, inwieweit wir das Doppelspaltexperiment verstehen und dann entsprechend in unserem Leben auch anwenden können.

Unsere Messexperimente beim Doppelspaltexperiment und bei der Geschwindigkeitsmessung mit dem ICE an meiner Gartenlaube zeigen schon die "Dreieinigkeit" auf, auf die es bei objektiver Wahrheit ankommt.

  1. Bewusstsein
  2. Bezugssystem
  3. Bewegung

Diese drei Prinzipien sind die eigentlichen fundamentalen Wahrheitsträger, die alles andere hervorbringen. Wobei selbstverständlich das Bewusstsein das bedeutsamste ist. aber ohne ein Bezugssystem und eine Bewegung ist das, was wir als Realität kennen, undenkbar. Bewusstsein, Bezugssystem und Bewegung sind die drei höheren Ordnungsprinzipien, die alles andere regeln und ordnen.

Wir kommen nun zum Ende dieses philospophischen Artikels, wo ich Ihnen aufzeigen wollte, was objektive Wahrheit meiner Meinung nach ist.

Definition von Wahrheit

Die meisten meiner Leser werden wissen, das Pilatus Jesus vor seinem Tod fragte, was Wahrheit ist. (==Verweis Joh 18,37==). Die konstantinische Kirche beantwortet diese Frage auch für uns und verweist dabei direkt auf Jesus (==Verweis Joh 14,6==)

Ich habe Ihnen in diesem Artikel auf meiner Homepage eine andere Antwort gegeben.

Ein Sachverhalt ist aus sich heraus wahr, wenn er unabhängig von einem Beobachter und dessen Beobachtung bestehen kann.

Alles andere ist nicht wahr und existiert in der Konsequenz nicht einmal. Wie unser "vorne und hinten", "oben und unten" etc.

Das dem tatsächlich so ist, versuche ich Ihnen auf meiner Homepage zu verdeutlichen. Lassen Sie sich überraschen, ob ich Sie überzeugen kann.

Was wir in diesem Artikel gelernt habe

Wir haben anhand der Physik erkannt, dass unsere materielle Natur nicht Ursache von Wahrheit und Realität ist. Die Messergebnisse in der Natur hängen davon ab, wie ein Bewusstsein sich entscheidet, in einem Bezugssystem zu positionieren und welche Bewegungsrichtung es zum Effekt einnehmen möchte, um den es uns geht.

Bewusstsein, Bezugssystem und Bewegung sind die einzigen wahren "höheren" Prinzipien oder Werte, die alles andere Bedingen. Wahre Realität ist nicht das, was wir mit unseren 5 Sinnen erleben können und auch nicht dass, was die Naturwissenschaft imstande ist zu messen.

2. Erste Überarbeitung von Sonnet 5.5

Ein ICE fährt am Garten vorbei

Wer kennt es nicht: Man sitzt im Garten und sieht in einiger Entfernung einen ICE (==FN==) der Deutschen Bahn vorbeifahren. Zum Glück ist die Bahntrasse einen Kilometer entfernt. Der Lärm stört deshalb nicht mehr wirklich, und man kann sich „höheren“ Gedanken über die eigene Realität widmen. Etwa: Mit welcher Geschwindigkeit ist der Zug an mir vorbeigefahren? Wie es das Schicksal will, kennen wir die Antwort, denn unser Nachbar arbeitet bei der Bahn und hat uns erzählt, dass es sich hier um eine sogenannte „Langsamfahrstrecke“ handelt. Der ICE fährt nur 80 km/h.

Was ist an diesem banalen Beispiel so interessant?

Eine Kaffeetasse, die im ICE auf einem Tisch steht, bewegt sich von meiner Gartenlaube aus gesehen mit 80 km/h an mir vorbei. Für Personen, die im ICE auf ihren Plätzen sitzen oder still stehen, beträgt die Geschwindigkeit zur Kaffeetasse dagegen null. Der Abstand zur Tasse bleibt gleich, weil sich die Personen im ICE mit derselben Geschwindigkeit an mir vorbeibewegen wie die Tasse selbst.

Ein Autofahrer, der mit 60 km/h parallel neben dem ICE herfährt, würde nur eine Zuggeschwindigkeit von 20 km/h messen.

Für den Fahrer eines entgegenkommenden Autos, das ebenfalls mit 80 km/h unterwegs ist, hat der ICE dagegen eine Geschwindigkeit von 160 km/h.

Das Bezugssystem entscheidet über den Messwert

Was lernen wir daraus? Wir lernen, dass physikalische Messergebnisse nicht allein von dem gemessenen Ding an sich abhängen. Die Geschwindigkeit des Zuges und der Kaffeetasse in diesem Zug ist für unser Messergebnis nicht allein ausschlaggebend. Entscheidend ist, in welchem Bezugssystem ich mich befinde. Bin ich im ICE, also in dem System, das gemessen wird? Oder befinde ich mich außerhalb, etwa in meiner Gartenlaube, einen Kilometer von der Bahntrasse entfernt, oder in einem fahrenden Auto parallel zum Zug?

Hinzu kommt der Bewegungszustand: Fahre ich im Auto in dieselbe Richtung wie der ICE, oder komme ich ihm entgegen?

Wenn die Geschwindigkeit des Zuges aber immer eine andere ist, je nachdem, wo ich mich in Bezug auf den Zug befinde, dann scheint die Geschwindigkeit keine absolute Wahrheit zu sein, sondern nur ein unwichtiges und austauschbares Nebenprodukt unserer Alltagsrealität.

Keine ontologische Wahrheit

Ein Philosoph würde vermutlich sagen, dass die Geschwindigkeit des Zuges keine ontologische Wahrheit ist. „Vermutlich“ deshalb, weil ich nur vermute, dass Ontologie der passende Fachbegriff ist. Ich habe Gemini gefragt, was eine ontologische Wahrheit ist, und die Erläuterungen nicht vollständig verstanden. Soweit ich es begreife, ist die Ontologie die Lehre vom Sein, und eine ontologische Wahrheit wäre etwas, das tatsächlich besteht, unabhängig davon, wer es betrachtet.

Unser Gedankenexperiment zeigt deutlich: Die Geschwindigkeit eines Objektes scheint in der Kosmologie nicht wirklich etwas Wichtiges zu sein, denn es gibt anscheinend keine wahre Geschwindigkeit. Sie hängt immer von weiteren Bedingungen ab. Streng genommen kann man Geschwindigkeit nie schlechthin messen. Wer etwas misst, muss immer Bezugssystem und Bewegungszustand mit angeben, und das sind Dinge, die ich mit meinem Bewusstsein festlege.

Somit könnte man sagen: Die Geschwindigkeit der Kaffeetasse im Zug und deren Energie sind an sich kein unabhängiger, objektiver Tatbestand. Die gemessene Energie der Kaffeetasse hängt von meinem Bewusstsein ab. Mein Bewusstsein entscheidet, mit welcher Geschwindigkeit der Zug fährt, und je nach den Entscheidungen meines Bewusstseins besitzen der Zug und alles in diesem System eine entsprechende Energie.

Vom ICE zur gesamten Physik

Noch interessanter und brisanter wird es, wenn wir das Gedankenexperiment verallgemeinern. Die Geschwindigkeit gehört zur Physik und ist ein physikalischer Messwert, der sich mathematisch beschreiben lässt. Wir übertragen das Ergebnis daher auf die gesamte Physik und formulieren ganz allgemein:

Jeder physikalische Messwert ist für die Kosmologie irrelevant. Egal, was man in der Physik misst, es geschieht immer in Abhängigkeit von höherrangigen Bedingungen. Ändern sich diese Bedingungen, ändern sich auch unsere Messwerte. Denn die Messwerte der Physik, egal welche, bilden an sich keine objektive Wahrheit. Man kann sie vereinfacht als Schatten höherer Objekte und Prinzipien verstehen.

Wer also in der Kosmologie vorankommen und der Wahrheit auf die Spur kommen will, darf sich nicht mit unwichtigen Messwerten wie Geschwindigkeiten, Drehimpulsen, Entfernungen und Ähnlichem zufriedengeben. Man muss versuchen, an die echten Dinge heranzukommen, die unsere physikalischen Messergebnisse tatsächlich hervorbringen. Man sollte nicht nur auf den Schatten oder das Spiegelbild schauen, sondern das Objekt oder Prinzip finden, das den Schatten wirft oder das Spiegelbild verursacht.

Der Widerstand des Materialismus

Der Materialismus lehnt dies jedoch ab. Für den Materialisten ist die Geschwindigkeitsmessung beim ICE die Grundlage seiner Realität und seines Weltbildes. Er erkennt zwar Albert Einsteins Relativitätstheorie an und akzeptiert, dass die Kaffeetasse im ICE aus einem fahrenden Auto heraus anders gemessen wird. Er bestreitet jedoch, dass die Ursache unserer irdischen Alltagsrealität in übergeordneten Dingen zu suchen ist. Die gemessenen Werte genügen ihm, und er will nicht ergründen, was diese Messwerte hervorbringt. Damit verschließt er sich den Ergebnissen der Physik.

Vor allem bestreitet der Materialist, dass das Messergebnis „Geschwindigkeit des ICE“ von meiner eigenen bewussten Entscheidung als Beobachter des Zuges abhängt. Er will nicht wahrhaben, dass das Bewusstsein das eigentliche höhere Prinzip ist, das den Messwert für die Geschwindigkeit des ICE und der Kaffeetasse bestimmt und, konsequent zu Ende gedacht, die physische Realität um uns herum selbst definiert.

Philosophisch hat das eine weitreichende Konsequenz: Subjektives Erleben wie „vorne und hinten“, „oben und unten“ oder „warm und kalt“ wäre das Ergebnis eines Filterprozesses in unserem Gehirn. „Vorne und hinten“, „oben und unten“, „warm und kalt“ sind keine eigenständig existierenden ontologischen Wahrheiten. Unabhängig von einem bewussten Beobachter und dessen Beobachtung existieren diese Begriffe in der Realität überhaupt nicht.

Fährt der ICE auch, wenn ich nicht da bin?

Bis hierher scheint alles plausibel begründet. Warum dann der hartnäckige Widerstand der Materialisten? Um das zu verstehen, denken wir weiter.

Wenn mein Bewusstsein die physikalischen Messwerte des ICE definiert, der an meiner Gartenlaube vorbeifährt, was ist dann mit dem ICE selbst? Wenn seine Geschwindigkeit keine objektive, fundamentale Wahrheit ist, ist dann womöglich auch der ICE nicht objektiv und fundamental da? Um das zu klären, führen wir das Gedankenexperiment konsequent weiter und fragen: Würde der ICE auch dann an meiner Gartenlaube vorbeifahren, wenn ich nicht dort bin und ihn nicht beobachte? Denn das habe ich postuliert: Objektive Wahrheit hängt von einem Bewusstsein ab, das sich entscheidet, in ein Bezugssystem zu treten und eine Beobachtung vorzunehmen.

Wäre diese philosophische Schlussfolgerung richtig, dürfte der ICE nicht an meiner Gartenlaube vorbeifahren, wenn ich nicht da bin!

Diese Konsequenz lehnen wir zunächst ab, weil sie nicht mit unserer Alltagsrealität übereinstimmt. Mein Nachbar wird mir nämlich übermorgen bestätigen, dass der ICE morgen erneut zur selben Fahrplanzeit an meiner Gartenlaube vorbeigefahren ist, obwohl ich gar nicht da war.

Das Doppelspaltexperiment

Nehmen wir nun aber an, mein Nachbar hätte nicht recht. Stellen wir uns vor, die Elementarteilchenphysiker der Technischen Universität Berlin hätten von meinem philosophischen Gedanken erfahren und wollten ihn experimentell überprüfen. Sie würden die Bahnstrecke in meiner Abwesenheit beobachten und feststellen, dass tatsächlich kein Zug vorbeifährt.

Dieses Prinzip der Beobachtung ist in der Physik unter dem Begriff „Doppelspaltexperiment“ bekannt geworden, dort allerdings nicht mit Zügen, sondern mit Elementarteilchen.

Würde sich unsere Alltagsrealität so verhalten, dass kein Zug der Deutschen Bahn an meiner Gartenlaube vorbeifährt, wenn ich abwesend bin, stünde sie völlig auf dem Kopf, und der Materialismus und die materielle Natur wären entthront. Das eröffnet unglaubliche philosophische Deutungsmöglichkeiten, die auch unmittelbar mit unserem Leben zusammenhängen und es beeinflussen. Glück und Unglück in unserem Leben hängen davon ab, inwieweit wir das Doppelspaltexperiment verstehen und dann auch in unserem Leben anwenden können.

Bewusstsein, Bezugssystem und Bewegung

Die Geschwindigkeitsmessung am ICE und das Doppelspaltexperiment zeigen bereits eine Art „Dreieinigkeit“, auf die es bei objektiver Wahrheit ankommt:

  1. Bewusstsein
  2. Bezugssystem
  3. Bewegung

Diese drei Prinzipien sind die eigentlichen fundamentalen Wahrheitsträger, die alles andere hervorbringen. Dabei ist das Bewusstsein selbstverständlich das bedeutsamste. Aber ohne ein Bezugssystem und eine Bewegung ist das, was wir als Realität kennen, undenkbar. Bewusstsein, Bezugssystem und Bewegung sind die drei höheren Ordnungsprinzipien, die alles andere regeln und ordnen.

Definition von Wahrheit

Damit sind wir bei der Frage angekommen, was objektive Wahrheit meiner Meinung nach ist. Die meisten meiner Leser wissen, dass Pilatus Jesus vor dessen Tod fragte, was Wahrheit sei (==Verweis Joh 18,37==). Die konstantinische Kirche beantwortet diese Frage auch für uns und verweist dabei direkt auf Jesus (==Verweis Joh 14,6==).

In diesem Artikel habe ich Ihnen eine andere Antwort gegeben:

Ein Sachverhalt ist aus sich heraus wahr, wenn er unabhängig von einem Beobachter und dessen Beobachtung bestehen kann.

Alles andere ist nicht wahr und existiert in der Konsequenz nicht einmal, so wie unser „vorne und hinten“, „oben und unten“ und Ähnliches.

Dass dem tatsächlich so ist, versuche ich Ihnen in weiteren Beiträgen auf meiner Homepage zu verdeutlichen. Lassen Sie sich überraschen, ob es mir gelingt, Sie zu überzeugen.

Was wir in diesem Artikel gelernt haben

Wir haben anhand der Physik erkannt, dass unsere materielle Natur nicht die Ursache von Wahrheit und Realität ist. Die Messergebnisse in der Natur hängen davon ab, wie ein Bewusstsein sich entscheidet, sich in einem Bezugssystem zu positionieren, und welchen Bewegungszustand es im Hinblick auf den Effekt einnimmt, um den es uns geht.

Bewusstsein, Bezugssystem und Bewegung sind die einzigen wahren „höheren“ Prinzipien oder Werte, die alles andere bedingen. Wahre Realität ist nicht das, was wir mit unseren fünf Sinnen erleben können, und auch nicht das, was die Naturwissenschaft zu messen imstande ist.

3. Finale Überarbeitung

Dieser Artikel hat ca. 1.600 Wörter, was ungefähr 4 Seiten umfasst. Im Durchschnitt benötigt man 8 Minuten, ihn zu lesen. Es hat ungefähr X Minuten gedauert, den Artikel zu verfassen. Weitere Angaben auch zur Verwendung von Claude Code als Schreibassistent können Sie der Entwurfsnotiz Grundlagen unserer Realität 1 - Bezugssysteme, Beobachtung und Bewegung_entwurf entnehmen.

Ein ICE fährt am Garten vorbei

Wer kennt es nicht: Man sitzt im Garten und sieht in einiger Entfernung einen ICE 1 der Deutschen Bahn vorbeifahren. Zum Glück ist die Bahntrasse einen Kilometer entfernt. Der Lärm stört deshalb nicht mehr wirklich, und man kann sich „höheren“ Gedanken über die eigene Realität widmen. Etwa: Mit welcher Geschwindigkeit ist der Zug an mir vorbeigefahren? Wie es das Schicksal will, kennen wir die Antwort, denn unser Nachbar arbeitet bei der Bahn und hat uns erzählt, dass es sich hier um eine sogenannte „Langsamfahrstrecke“ handelt. Der ICE fährt nur 80 km/h.

Was ist an diesem banalen Beispiel so interessant?

Eine Kaffeetasse, die im ICE auf einem Tisch steht, bewegt sich von meiner Gartenlaube aus gesehen mit 80 km/h an mir vorbei. Für Personen, die im ICE auf ihren Plätzen sitzen oder still stehen, beträgt die Geschwindigkeit zur Kaffeetasse dagegen null. Der Abstand zur Tasse bleibt gleich, weil sich die Personen im ICE mit derselben Geschwindigkeit an mir vorbeibewegen wie die Tasse selbst.

Ein Autofahrer, der mit 60 km/h parallel neben dem ICE herfährt, würde nur eine Zuggeschwindigkeit von 20 km/h messen.

Für den Fahrer eines entgegenkommenden Autos, das ebenfalls mit 80 km/h unterwegs ist, hat der ICE dagegen eine Geschwindigkeit von 160 km/h.

Das Bezugssystem entscheidet über den Messwert

Was lernen wir daraus? Wir lernen, dass physikalische Messergebnisse nicht allein von dem gemessenen Ding an sich abhängen. Die Geschwindigkeit des Zuges und der Kaffeetasse in diesem Zug ist für unser Messergebnis nicht allein ausschlaggebend. Entscheidend ist, in welchem Bezugssystem ich mich befinde. Bin ich im ICE, also in dem System, das gemessen wird? Oder befinde ich mich außerhalb, etwa in meiner Gartenlaube, einen Kilometer von der Bahntrasse entfernt, oder in einem fahrenden Auto parallel zum Zug?

Hinzu kommt der Bewegungszustand: Fahre ich im Auto in dieselbe Richtung wie der ICE, oder komme ich ihm entgegen?

Wenn die Geschwindigkeit des Zuges aber immer eine andere ist, je nachdem, wo ich mich in Bezug auf den Zug befinde, dann scheint die Geschwindigkeit keine absolute Wahrheit zu sein, sondern nur ein unwichtiges und austauschbares Nebenprodukt unserer Alltagsrealität.

Keine ontologische Wahrheit

Ein Philosoph würde vermutlich sagen, dass die Geschwindigkeit des Zuges keine ontologische Wahrheit ist. „Vermutlich“ deshalb, weil ich nur vermute, dass Ontologie der passende Fachbegriff ist. Ich habe Gemini gefragt, was eine ontologische Wahrheit ist, und die Erläuterungen nicht vollständig verstanden. Soweit ich es begreife, ist die Ontologie die Lehre vom Sein, und eine ontologische Wahrheit wäre etwas, das tatsächlich besteht, unabhängig davon, wer es betrachtet.

Unser Gedankenexperiment zeigt deutlich: Die Geschwindigkeit eines Objektes scheint in der Kosmologie nicht wirklich etwas Wichtiges zu sein, denn es gibt anscheinend keine wahre Geschwindigkeit. Sie hängt immer von weiteren Bedingungen ab. Streng genommen kann man Geschwindigkeit nie schlechthin messen. Wer etwas misst, muss immer Bezugssystem und Bewegungszustand mit angeben, und das sind Dinge, die ich mit meinem Bewusstsein festlege.

Somit könnte man sagen: Die Geschwindigkeit der Kaffeetasse im Zug und deren Energie sind an sich kein unabhängiger, objektiver Tatbestand. Die gemessene Energie der Kaffeetasse hängt von meinem Bewusstsein ab. Mein Bewusstsein entscheidet, mit welcher Geschwindigkeit der Zug fährt, und je nach den Entscheidungen meines Bewusstseins besitzen der Zug und alles in diesem System eine entsprechende Energie.

Vom ICE zur gesamten Physik

Noch interessanter und brisanter wird es, wenn wir das Gedankenexperiment verallgemeinern. Die Geschwindigkeit gehört zur Physik und ist ein physikalischer Messwert, der sich mathematisch beschreiben lässt. Wir übertragen das Ergebnis daher auf die gesamte Physik und formulieren ganz allgemein:

Jeder physikalische Messwert ist für die Kosmologie irrelevant. Egal, was man in der Physik misst, es geschieht immer in Abhängigkeit von höherrangigen Bedingungen. Ändern sich diese Bedingungen, ändern sich auch unsere Messwerte. Denn die Messwerte der Physik, egal welche, bilden an sich keine objektive Wahrheit. Man kann sie vereinfacht als Schatten höherer Objekte und Prinzipien verstehen.

Wer also in der Kosmologie vorankommen und der Wahrheit auf die Spur kommen will, darf sich nicht mit unwichtigen Messwerten wie Geschwindigkeiten, Drehimpulsen, Entfernungen und Ähnlichem zufriedengeben. Man muss versuchen, an die echten Dinge heranzukommen, die unsere physikalischen Messergebnisse tatsächlich hervorbringen. Man sollte nicht nur auf den Schatten oder das Spiegelbild schauen, sondern das Objekt oder Prinzip finden, das den Schatten wirft oder das Spiegelbild verursacht.

Der Widerstand des Materialismus

Der Materialismus lehnt dies jedoch ab. Für den Materialisten ist die Geschwindigkeitsmessung beim ICE die Grundlage seiner Realität und seines Weltbildes. Er erkennt zwar Albert Einsteins Relativitätstheorie an und akzeptiert, dass die Kaffeetasse im ICE aus einem fahrenden Auto heraus anders gemessen wird. Er bestreitet jedoch, dass die Ursache unserer irdischen Alltagsrealität in übergeordneten Dingen zu suchen ist. Die gemessenen Werte genügen ihm, und er will nicht ergründen, was diese Messwerte hervorbringt. Damit verschließt er sich den Ergebnissen der Physik.

Vor allem bestreitet der Materialist, dass das Messergebnis „Geschwindigkeit des ICE“ von meiner eigenen bewussten Entscheidung als Beobachter des Zuges abhängt. Er will nicht wahrhaben, dass das Bewusstsein das eigentliche höhere Prinzip ist, das den Messwert für die Geschwindigkeit des ICE und der Kaffeetasse bestimmt und, konsequent zu Ende gedacht, die physische Realität um uns herum selbst definiert.

Philosophisch hat das eine weitreichende Konsequenz: Subjektives Erleben wie „vorne und hinten“, „oben und unten“ oder „warm und kalt“ wäre das Ergebnis eines Filterprozesses in unserem Gehirn. „Vorne und hinten“, „oben und unten“, „warm und kalt“ sind keine eigenständig existierenden ontologischen Wahrheiten. Unabhängig von einem bewussten Beobachter und dessen Beobachtung existieren diese Begriffe in der Realität überhaupt nicht.

Fährt der ICE auch, wenn ich nicht da bin?

Bis hierher scheint alles plausibel begründet. Warum dann der hartnäckige Widerstand der Materialisten? Um das zu verstehen, denken wir weiter.

Wenn mein Bewusstsein die physikalischen Messwerte des ICE definiert, der an meiner Gartenlaube vorbeifährt, was ist dann mit dem ICE selbst? Wenn seine Geschwindigkeit keine objektive, fundamentale Wahrheit ist, ist dann womöglich auch der ICE nicht objektiv und fundamental da? Um das zu klären, führen wir das Gedankenexperiment konsequent weiter und fragen: Würde der ICE auch dann an meiner Gartenlaube vorbeifahren, wenn ich nicht dort bin und ihn nicht beobachte? Denn das habe ich postuliert: Objektive Wahrheit hängt von einem Bewusstsein ab, das sich entscheidet, in ein Bezugssystem zu treten und eine Beobachtung vorzunehmen.

Wäre diese philosophische Schlussfolgerung richtig, dürfte der ICE nicht an meiner Gartenlaube vorbeifahren, wenn ich nicht da bin!

Diese Konsequenz lehnen wir zunächst ab, weil sie nicht mit unserer Alltagsrealität übereinstimmt. Mein Nachbar wird mir nämlich übermorgen bestätigen, dass der ICE morgen erneut zur selben Fahrplanzeit an meiner Gartenlaube vorbeigefahren ist, obwohl ich gar nicht da war.

Das Doppelspaltexperiment

Nehmen wir nun aber an, mein Nachbar hätte nicht recht. Stellen wir uns vor, die Elementarteilchenphysiker der Technischen Universität Berlin hätten von meinem philosophischen Gedanken erfahren und wollten ihn experimentell überprüfen. Sie würden die Bahnstrecke in meiner Abwesenheit beobachten und feststellen, dass tatsächlich kein Zug vorbeifährt.

Dieses Prinzip der Beobachtung ist in der Physik unter dem Begriff „Doppelspaltexperiment“ bekannt geworden, dort allerdings nicht mit Zügen, sondern mit Elementarteilchen.

Würde sich unsere Alltagsrealität so verhalten, dass kein Zug der Deutschen Bahn an meiner Gartenlaube vorbeifährt, wenn ich abwesend bin, stünde sie völlig auf dem Kopf, und der Materialismus und die materielle Natur wären entthront. Das eröffnet unglaubliche philosophische Deutungsmöglichkeiten, die auch unmittelbar mit unserem Leben zusammenhängen und es beeinflussen. Glück und Unglück in unserem Leben hängen davon ab, inwieweit wir das Doppelspaltexperiment verstehen und dann auch in unserem Leben anwenden können.

Bewusstsein, Bezugssystem und Bewegung

Die Geschwindigkeitsmessung am ICE und das Doppelspaltexperiment zeigen bereits eine Art „Dreieinigkeit“, auf die es bei objektiver Wahrheit ankommt:

  1. Bewusstsein
  2. Bezugssystem
  3. Bewegung

Diese drei Prinzipien sind die eigentlichen fundamentalen Wahrheitsträger, die alles andere hervorbringen. Dabei ist das Bewusstsein selbstverständlich das bedeutsamste. Aber ohne ein Bezugssystem und eine Bewegung ist das, was wir als Realität kennen, undenkbar. Bewusstsein, Bezugssystem und Bewegung sind die drei höheren Ordnungsprinzipien, die alles andere regeln und ordnen.

Definition von Wahrheit

Damit sind wir bei der Frage angekommen, was objektive Wahrheit meiner Meinung nach ist. Die meisten meiner Leser wissen, dass Pilatus Jesus vor dessen Tod fragte, was Wahrheit sei 2. Die konstantinische Kirche beantwortet diese Frage auch für uns und verweist dabei direkt auf Jesus 3.

In diesem Artikel habe ich Ihnen eine andere Antwort gegeben:

Ein Sachverhalt ist aus sich heraus wahr, wenn er unabhängig von einem Beobachter und dessen Beobachtung bestehen kann.

Alles andere ist nicht wahr und existiert in der Konsequenz nicht einmal, so wie unser „vorne und hinten“, „oben und unten“ und Ähnliches.

Dass dem tatsächlich so ist, versuche ich Ihnen in weiteren Beiträgen auf meiner Homepage zu verdeutlichen. Lassen Sie sich überraschen, ob es mir gelingt, Sie zu überzeugen.

Was wir in diesem Artikel gelernt haben

Wir haben anhand der Physik erkannt, dass unsere materielle Natur nicht die Ursache von Wahrheit und Realität ist. Die Messergebnisse in der Natur hängen davon ab, wie ein Bewusstsein sich entscheidet, sich in einem Bezugssystem zu positionieren, und welchen Bewegungszustand es im Hinblick auf den Effekt einnimmt, um den es uns geht.

Bewusstsein, Bezugssystem und Bewegung sind die einzigen wahren „höheren“ Prinzipien oder Werte, die alles andere bedingen. Wahre Realität ist nicht das, was wir mit unseren fünf Sinnen erleben können, und auch nicht das, was die Naturwissenschaft zu messen imstande ist.

Fußnoten:


  1. Abkürzung für "Intercity Express" ↩

  2. Johannes 18:38: Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit? ↩↩

  3. Johannes 14:6: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. ↩↩↩